Klima-Studiengänge

Klimawissenschaften studieren

Die Klimawissenschaft ist eine relativ junge Querschnittsdisziplin. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts hat man begonnen, die klimarelevanten Prozesse und Bedingungen in der Atmosphäre, auf dem Land und in den Ozeanen zu enträtseln. Diese Prozesse, die Wechselwirkungen zwischen den genannten Räumen im gesamten Erdsystem sowie der menschliche Einfluss auf und der Umgang mit den Folgen stehen auf ihrer Agenda.

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Studienfächer im tabellarischen Überblick (keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Biologie

Chemie

Geographie

Geologie

Mathematik

Meteorologie

Ozeanographie

Paläontologie

Physik

Politik

Soziologie

Umweltwissenschaften

Wirtschaftswissenschaften

 


Die Studienfächer im Einzelnen: 

Biologie ...in der Klimaforschung

Können Lebewesen das Klima verändern?

Sie können es. Der Mensch beeinflusst heute das Klima, indem er Öl, Kohle und Gas verbrennt und damit den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöht. Doch Öl, Kohle und Gas sind nichts anderes als die fossilen Überreste urzeitlicher Landpflanzen und in den Meeren lebender Kleinstlebewesen, die vor Jahrmillionen riesige Mengen Kohlenstoff gebunden, damit aus der Atmosphäre entfernt und in die Sedimente und Gesteine eingelagert haben. Was vor Urzeiten zu einer allmählichen weltweiten Abkühlung geführt hat, macht der Mensch nun rapide wieder rückgängig.

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Chemie ...in der Klimaforschung

Stimmt die Chemie?

 ... zwischen Atmosphäre, Biosphäre, Land und Ozean? Die Antwort sollte dringend „Ja“ lauten. Der ständige Austausch zwischen diesen wichtigen Kohlenstoffspeichern ist eingespielt, jedoch nur solange er in einem natürlichen Gleichgewicht bleibt. Wird es gestört, beispielsweise durch den menschlichen Einfluss, so kann dies zu langfristigen Schäden führen. Beispiele dafür sind die zunehmende Versauerung der Ozeane und das immer noch existierende Ozonloch.

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Geographie …in der Klimaforschung

Die klimagerechte Stadt - was ist das?

Die Grundlagen zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen schaffen Geographen. Sie entwickeln Lösungen für klimagerechte Stadtentwicklung und analysieren den Einfluss anthropogener Aktivitäten auf das Erdsystem. Als vielseitige Experten sind sie in der Klimaforschung an der Schnittstelle vieler Disziplinen wie den Naturwissenschaften, den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gefragt.

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Geologie ...in der Klimaforschung

Klimawandel ja… aber langsam

Eine Zeitskala von 30 Jahren? In den meisten Disziplinen der Klimaforschung nicht unbedeutend aber im geologischen Maßstab nur ein Bruchteil in der Klimahistorie. Geologen arbeiten auf Zeitskalen von Jahren über Dekaden bis zu mehreren hundert Millionen Jahren, wollen sie das Klima verstehen und den Anfängen des Erdklimas auf die Spur kommen. Doch nicht nur die Vergangenheit spielt für Geologen eine Rolle sondern auch die Zukunft. Beispielsweise forschen sie nach geeigneten Erdschichten, wenn es um die Speicherung von erneuerbaren Energien oder auch von Kohlendioxid-Emissionen geht.

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Mathematik ...in der Klimaforschung

HaMOCC, ECHAM und HIRHAM5?

Was wie Namen aus einem Science-Fiction-Film klingt, sind in der Realität die Bezeichnungen von komplexen Computer-Modellen für die Berechnung von Klimaprojektionen. Wissenschaftler versuchen mit diesen Modellen das zukünftige Klimageschehen, möglichst unter Berücksichtigung aller denkbaren Einflüsse, für die nächsten Jahrzehnte zu berechnen.

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Meteorologie ...in der Klimaforschung

Warum ist der Sommer trotz Klimaerwärmung so kalt?

"Ein Wetter ist noch lange kein Klima", erklärt dazu die Meteorologie. Klima bezeichnet die lange Reihe der Wetterereignisse, die über 30 Jahre gemessen und dann statistisch gemittelt wird. Wetter ist das, was wir täglich erleben und was uns glücklich oder auch missmutig stimmen kann.

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Ozeanographie ...in der Klimaforschung

1.400.000.000 Kubikkilometer H2O!

Dies ist geschätzte Gesamtmenge des Wassers, welches auf der Erde zirkuliert. Wasser ist nicht nur die häufigste chemische Verbindung überhaupt sondern spielt auch in Form der Ozeane eine Schlüsselrolle im globalen Klima. Die Weltmeere sind im ständigen Austausch mit der Atmosphäre. Sie fungieren als riesige Speicher von Kohlendioxid und transportieren große Mengen Wärme um den Globus. Ozeane sind eine eigene noch in großen Teilen unerforschte Welt, auch mit wertvollen Ressourcen.

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Paläontologie ...in der Klimaforschung

Wer lebte wann und unter welchen Klimabedingungen?

Die Paläontologie forscht nach dem Schlüssel zum Verständnis derjenigen Prozesse, die von Beginn der Erdgeschichte an Klima und Umweltbedingungen steuern und beeinflussen. War diese Disziplin früher einzig auf die Analyse von Knochen und andere Fossilien angewiesen, so gibt es heute dank der Technik ganz neue Möglichkeiten, zurück in vergangene Lebenswelten zu schauen. Die Paläoontologie befasst sich mit der quantitativen, semi-quantitativen und qualitativen Rekonstruktion längst vergangener Klimaparameter, sowie ihrer zeitlichen und räumlichen Dynamik.

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Physik ...in der Klimaforschung

Was haben die „Urväter“ der Klimaforschung John Tyndall und Svante Arrhenius gemeinsam?

Beide waren Physiker! Das sagt viel über die Bedeutung dieser Disziplin für die Klimaforschung aus. Lange bevor es überhaupt die Klimaforschung in seiner heutigen Form und Vielschichtigkeit gab, erforschte man die Atmosphäre und ihre Einflüsse in der Physik. Und schon damals vermuteten die Physiker und Forscher dieser Zeit, einen Zusammenhang zwischen dem Eintrag von Kohlendioxiden und Wasserdampf in die Atmosphäre und Anstieg der globalen Temperatur.

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Politik ...in der Klimaforschung

Was bringen die Klimaverhandlungen?

Diese Frage stellen sich nicht nur engagierte Menschen, PolitikerInnen oder JournalistInnen - auch die Politikwissenschaft setzt sich damit auseinander. Die wissenschaftliche Lehre der politischen Prozesse, Strukturen und Inhalte erforscht, wie Entscheidungen, Gesetze, Vereinbarungen - kurz: Normen - entstehen, durchgesetzt und akzeptiert werden.

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Soziologie ...in der Klimaforschung

Kann der Mensch das Klima beherrschen?

Dass der Mensch die aktuellen Klimaveränderungen im Wesentlichen verursacht, ist hinreichend belegt. Wie aber wirken sich diese Veränderungen auf die Gesellschaft aus? Und wie geht eine Gesellschaft damit um? Unter welchen Bedingungen entscheidet sich eine Gesellschaft für oder gegen Klimaschutz, für oder gegen Klimaanpassung? - Die Erderwärmung geht im Wesentlichen auf die menschlichen Aktivitäten zurück. Heißt das aber auch, dass der Mensch es in der Hand hat, die Erderwärmung - zumindest - zu bremsen?

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Umweltwissenschaften ...in der Klimaforschung

Die Alleskönner in der Klimawissenschaft:

Umweltwissenschaftler befassen sich mit Vorgängen und Prozessen im belebten und unbelebten Umfeld des Menschen. Sie analysieren die Ursachen von Umweltproblemen und entwickeln, neue, nachhaltige Lösungen. Aufgrund der komplexen Zusammenhänge von Umweltproblemen sind Umweltwissenschaften thematisch interdisziplinär aufgestellt. Je nach Hochschule liegen die Schwerpunkte hauptsächlich auf den Natur- aber auch den Geistes- und Sozialwissenschaften.

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Wirtschaftswissenschaften ...in der Klimaforschung

Was kostet der Klimawandel? *

So kurz die Frage auch ist, so schwierig ist sie zu beantworten. Eine eindeutige Summe zu nennen ist unmöglich, aber dass der Klimawandel Kosten verursacht, ist unumstritten. Diese zu erfassen und zu beziffern gehört zu den Kernaufgaben von Wirtschaftswissenschaftlern. Ein anderes wichtiges Feld ist es, ökonomische Rahmenbedingung für eine “Low-Carbon-Society“ zu identifizieren, also zum Beispiel die Frage zu beantworten: Welchen Preis müssen Treibhausgase bekommen, damit sich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auszahlen?

 *75 bis 100 Milliarden Dollar pro Jahr, allein für die Entwicklungs- und Schwellenländer. Das ist das Ergebnis der Weltbank-Studie von 2009

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