D - R

KlimaGlossar des DKK - Begriffe D bis R

ENER

Directorate-General Energy (ENER)
Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat im Februar 2010 die Einrichtung zwei neuer Generaldirektionen beschlossen: GD Klimapolitik (CLIM) und GD Energie (ENER).

In der GD Energie werden die Dienststellen der früheren GD Verkehr und Energie zusammengeführt, die sich mit Energiefragen befassen.

In der GD Klimapolitik werden die entsprechenden Aktivitäten der GD Umwelt, die Aktivitäten der GD Außenbeziehungen, die die internationalen Verhandlungen über den Klimawandel betreffen, sowie bestimmte klimabezogene Tätigkeiten der GD Unternehmen und Industrie zusammengeführt.

Weitere Informationen (ENER)

Dokument: Mitteilung der EU-Kommission zu zwei neuen Generaldirektionen (PDF)


Europäischer Emissionshandel

European Union Emission Trading System (ETS)

Der EU-Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument für den Klimaschutz. Seinen Ursprung hat dieses Instrument im Kyoto-Protokoll von 1997. Ziel ist es, durch hohe Preise für Treibhausgas-Emissionsberechtigungen die Beteiligten von kostengünstigeren Maßnahmen zur Vermeidung der Treibhausgase zu überzeugen. So sollen die notwendigen Treibhausgas-Emissionen zu den gesamtwirtschaftlich geringsten Kosten erzielt werden.

In der EU wurden dieses Instrument und seine Rahmenbedingungen rechtlich mit der europäischen Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG umgesetzt. Diese EU-Richtlinie wurde in Deutschland mit dem Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) von 2004 in nationales Recht umgesetzt.

Im europäischen Emissionshandel wird für über 12.000 Industrie- und Energieanlagen eine Obergrenze – ein ‚Cap‘ – für die jährlichen Treibhausgas-Emissionen festgelegt, die von allen Anlagen gemeinsam nicht überschritten werden darf. Der Emissionshandel bezieht sich auf alle Treibhausgase und wird in CO2-Mengen bzw. CO2-Äquivalenten gerechnet.

Die EU-Mitgliedstaaten verteilen die vorhandenen Emissionsberechtigungen bis zum Jahr 2012 weitgehend kostenfrei an die beteiligten Unternehmen. Jährlich wird abgerechnet: Ein Unternehmen muss die jährlich verursachten Emissionen mit den Emissionsberechtigungen ausgleichen; die Berechtigungen werden dafür zurückgegeben.

Reichen einem Unternehmen die zugeteilten Emissionsberechtigungen nicht aus, kann es weitere Berechtigungen von anderen Unternehmen hinzukaufen. Unternehmen, die die Berechtigungen nicht in vollem Umfang benötigen, können die übrigen Berechtigungen verkaufen. Der Handel mit Emissionsberechtigungen erfolgt auf verschiedenen Marktplätzen.

Dadurch, dass das Cap kontinuierlich gesenkt wird, sinken europaweit nicht nur dieTreibhausgas-Emissionen, sondern die Preise für die Emissionsberechtigungen steigen. Die Cap- und damit auch Preisanpassung erfolgt zunächst in Handelsperioden: 2005 bis 2007 und 2008 bis 2012.  Von 2013 bis 2010 werden die Werte jährlich angepasst.

Dokumente:

Europäischen Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG (PDF)
Deutsches Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) 2004 (PDF)
Emissionhandel und Aufgaben der DEHSt

Quellen:

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/weiterentwicklung-des-emissionshandels-national-auf  www.dehst.de 

http://unfccc.int/kyoto_protocol/mechanisms/emissions_trading/items/2731.php


Extremwetterereignis

Dies beschreibt Wetterbedingungen wie Hitze, Sturm oder Starkniederschlag, die am gegebenen Ort und zur gegebenen Jahreszeit selten sind.

Quellen:

https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=102828&lv3=102860

http://www.klima-und-raum.org/extremwetterereignis


FAO

Food and Agriculture Organization of the United Nations
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen

Die FAO hat die Aufgabe, die Herstellung und Distribution von Nahrungsmitteln sicherzustellen und zu verbessern. Dazu fördert sie eine ökologische Landwirtschaft, die nachhaltige Lösungsstrategien zur Bekämpfung des Klimawandels sowie der Ernährungsproblematik liefert.

Quellen:

http://www.fao.org/home/en/

http://www.dgvn.de/fileadmin/user_upload/PUBLIKATIONEN/Basis_Informationen/BI_Klimaabkommen_20161221-web.pdf


GCOS

GCOS: Global Climate Observing System
Globales Klimabeobachtungssystem

Das GCOS ist ein gemeinsames Projekt der WMO, IOC, UNESCO, UNEP und dem ICSU mit dem Ziel, umfassende und langfristige Beobachtungen zum Klimasystem zu liefern. Gesammelt und aufbereitet werden Daten aus allen relevanten naturwissenschaftlichen Disziplinen.

Quelle:

http://www.wmo.int/pages/prog/gcos/index.php?name=AboutGCOS


G77

Die Gruppe der 77

Die Gruppe der 77 ist ein Zusammenschluss von aktuell über 130 Entwicklungsländern innerhalb der Vereinten Nationen. Die G77 versteht sich als Gegengewicht zu den Industrieländern und strebt danach, die Position der Entwicklungsländer auf dem Weltmarkt zu verbessern und durch ihr gemeinsames Auftreten ihre Position bei den Klimaverhandlungen auf den UNFCCC-Klimakonferenzen und den Welthandelskonferenzen zu stärken.

Weitere Informationen (G77)

Quelle:

http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/glossar/#c14037


ICOS

Integrated Carbon Observation System

ICOS ist eine europäische Forschungsinfrastruktur, die dabei ist, ein Netzwerk von kontinuierlichen, qualitativ hochwertigen und standardisierten Treibhausgasmessungen über Europa zu errichten.

Quelle:

http://www.icos-infrastruktur.de/


ICSU

International Council for Science
Internationaler Wissenschaftsrat

Der ICSU ist der internationale Dachverband der wissenschaftlichen Gesellschaften und repräsentiert derzeit 153 nationale und internationale Wissenschaftsinstitutionen. Ziel ist es, die Ressourcen für Wissenschaft und Forschung zu bündeln und zu mobilisieren, sowie das Verständnis der Öffentlichkeit zu stärken.

Quelle:

http://www.icsu.org/


IEKP

Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm

Im Jahr 2007 beschloss die deutsche Bundesregierung das Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP). Das IEKP umfasst ein Paket von 29 Gesetzen und Maßnahmen, durch die die Treibhausgas-Emissionen vom Basisjahr 2009 an bis zum Jahr 2020 um ca. 35% reduziert werden sollen. Beispielsweise sollen der Anteil von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf etwa 25 % erhöht und die Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz erleichtert werden.

Dokument: Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm 2007 (PDF)


IOC

Intergovernmental Oceanographic Commission
Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission

Die IOC ist eine zwischenstaatliche Organisation innerhalb der UNESCO mit dem Ziel, ozeanographische Fragen der Erforschung und des Monitorings von Ozeanen durch internationale Kooperation und Koordination zu fördern.

Quelle:

http://www.unesco.org/new/en/natural-sciences/ioc-oceans/


IPCC

Intergovernmental Panel on Climate Change
Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen

Der IPCC ist ein wissenschaftliches zwischenstaatliches Gremium, das von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) eingerichtet wurde.

Es ist Aufgabe des IPCC, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit objektive Informationen über die Klimaveränderungen zu vermitteln. Er betreibt selbst keine Wissenschaft und überwacht keine Klimadaten. Der IPCC trägt die aktuelle wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Literatur, die weltweit zu dem Thema publiziert wird, zusammen und bewertet sie umfassend, objektiv, offen und transparent. Die Themen des IPCC reichen vom Risiko menschengemachter Klimaveränderung über die zu beobachtenden und projizierten Auswirkungen bis hin zu Anpassungs- und Minderungsoptionen.

Die Berichte des IPCC sollen politisch neutral sein, obgleich sie sich objektiv mit politisch relevanten, wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Faktoren befassen. Sie sollen hohen wissenschaftlichen und technischen Standards genügen und möglichst eine Vielzahl an Meinungen und Fachkenntnissen sowie eine breite geografische Verteilung widerspiegeln.

Weitere Informationen (IPCC)

Quelle:

http://www.de-ipcc.de/de/119.php


Joint Implementation (JI)

Gemeinschaftsreduktion

Das Instrument der Joint Implementation, das im Kyoto-Protokoll festlegt ist, ermöglicht den Industrieländern die gemeinsame Umsetzung von Klimaschutzprojekten.

Dabei kann das jeweilige Klimaschutzprojekt, z. B. die Errichtung einer Windenergieanlage, zwar in einem Land A errichtet, aber von einem Land B finanziert werden. Die in Land A vermiedenen Treibhausgas-Emissionen darf Land B in der Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls zusätzlich emittieren oder sich als Emissionsguthaben registrieren lassen. Land A wird eine entsprechende Menge an Emissionsrechten abgezogen.

Weitere Informationen (UNFCCC)

Quelle

http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/glossar/#c14037


Klimaanpassung

Die Fähigkeit, Infrastrukturen, Ressourcen und institutionelle Kapazitäten von Systemen an Klimaänderungen und deren Auswirkungen anzupassen. Ziel ist es dabei, durch Anpassungsmaßnahmen die Vulnerabilität einer Gesellschaft oder eines Systems so effektiv wie möglich zu reduzieren.

Quellen:

http://klimzug-nord.de/file.php/2015-11-26-Aktionsplan-Anpassung-der-DAS-Klimawandel.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaanpassung-in-der-raeumlichen-planung


Klimamodelle

Klimamodelle sind komplexe Computerprogramme, die das Klimasystem mitsamt seiner Subsysteme und deren physikalischen, (biogeo-)chemischen und biologischen Eigenschaften sowie Wechselwirkungen berücksichtigen. Sie dienen dazu, Klimaprojektionen zu erstellen, auf Grundlage derer Risiken und Chancen zukünftiger Klimaänderungen bewertet werden können.

Quelle:

www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/folgen-des-klimawandels/klimamodelle-szenarien


Klimasystem

Das Klimasystem besteht aus der Interaktion und Wechselwirkung seiner fünf Hauptbestandteile: der Atmosphäre, der Hydrosphäre (Ozean, Seen, Flüsse), der Kryosphäre (Eis und Schnee), der Lithosphäre (Landoberfläche: festes Gestein und Böden) sowie der Biosphäre.

Quellen:

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimasystem

https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4_wg2_full_report.pdf


Klimaszenarien

Klimaszenarien sind Annahmen darüber, wie hoch der Eintrag an Treibhausgasen zukünftig in der Atmosphäre sein wird und welche Klimafolgen sich daraus ergeben werden. Weil höchst unsicher ist, wie sich die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten verhalten wird, rechnet die Wissenschaft mit unterschiedlichen Szenarien – oder „Zukünften“.

Quelle:

www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/folgen-des-klimawandels/klimamodelle-szenarien


Klimavariabilität

Das Klimasystem ist nicht statisch, sondern unterliegt einer gewissen Variabilität. Diese zeitlichen und räumlichen Schwankungen um den mittleren Zustand gehen zum einen auf natürliche externe Antriebe zurück (Sonnenaktivität, Vulkanismus), zum zweiten auf natürliche interne Antriebe (Veränderung der Meeresströmung wie z. B. der Golfstromzirkulation) und seit rund 150 Jahren auf externe anthropogene Einflüsse (Treibhausgas-Emissionen durch menschliche Aktivität) zurück.

Quelle:

wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Ursachen_von_Klima%C3%A4nderungen


Kyoto-Protokoll

Nach dem Inkrafttreten der UN-Klimarahmenkonvention 1994 fand die erste Vertragsstaatenkonferenz 1995 in Berlin (COP 1) statt, bei der sich die teilnehmenden Staaten auf das Berliner Mandat einigten. Darunter sollte bis zur COP 3 in Kyoto ein Protokoll oder ein anderes rechtlich verbindliches Instrument mit festen Reduktionszielen und einem Zeitrahmen zu ihrer Erreichung ausgearbeitet werden. Das in seinen Grundzügen ausgearbeitete Protokoll stand auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz im Dezember 1997 im japanischen Kyoto zur endgültigen Verhandlung an.

Am 11.12.1997 beschloss die Staatengemeinschaft das ergänzende Protokoll der Klimarahmenkonvention. Im sog. Kyoto-Protokoll wurden erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas, fluorierte und perfluorierte Kohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid) und Minderungspflichten für Industrieländer verankert. Im Zeitraum von 2008 bis 2012 (Verpflichtungsperiode) sollen alle Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen um durchschnittlich 5% gegenüber dem Basisjahr 1990 verringern.

Für die Begriffe "Annex-B-Länder" und "Annex-I-Länder" aus der Klimarahmenkonvention wird oft das Synonym "Industrieländer" verwendet. Der Annex B des Kyoto-Protokolls listet die Länder auf, die spezifizierte Emissionsreduktionsverpflichtungen für die Verpflichtungsperiode übernommen haben. Dazu gehören alle Annex-I-Länder der Klimarahmenkonvention sowie Kroatien, Slowenien, Monaco und Liechtenstein. Ausgenommen sind Weißrussland und die Türkei.

Für die Entwicklungsländer wurden im Kyoto-Protokoll keine verbindlichen Emissionsbeschränkungen vereinbart. Zudem wurden "Flexible Mechanismen" eingebaut, die den Vertragsstaaten eine Flexibilität bei der Umsetzung ihrer Reduktionsziele erlauben. Dazu gehören der Emissionshandel, Joint Implementation und der Clean Development Mechanism. Damit können die Annex-B-Länder ihre Reduktionsverpflichtungen teilweise im Ausland erbringen.

Das Kyoto-Protokoll trat am 16.2.2005 in Kraft und läuft 2012 aus. Es wurde bis zum Jahr 2010 von 192 Staaten sowie der EU unterzeichnet und von 191 Staaten sowie der EU ratifiziert. Nicht ratifiziert wurde das Protokoll durch die USA.

Artikel 13 des Kyoto-Protokolls legt fest, dass die Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP) auch als Tagung der Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls dient. Am Ende der Laufzeit des Kyoto-Protokolls arbeiten Politik und Verwaltung, Wissenschaftler und NGOs aus aller Welt an einer neuen rechtlich bindenden post-Kyoto Vereinbarung.

Dokument: Protokoll von Kyoto, 11.12.1997 (PDF)

Weitere Informationen (UNFCCC)


MDGs

Millennium Development Goals
Millenniumsentwicklungsziele

Im September 2000 kamen Staats- und Regierungschefs aus 189 Ländern bei der UN-Millenniumskonferenz zusammen. Sie verabschiedeten die Millenniumserklärung, aus der acht internationale Entwicklungsziele, die MDGs, abgeleitet wurden. Diese verfolgten das Ziel, bis zum Jahr 2015 Maßnahmen und Programme zu Themen der Armutsbekämpfung, Entwicklungshilfe, Sicherheit, Menschrechte und Umwelt zu evaluieren und zu initiieren. Die MDGs lauten:

  • Den Anteil der Menschen, die unter extremer Armut und Hunger leben, halbieren.
  • Allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen.
  • Die Gleichstellung der Geschlechter fördern.
  • Die Kindersterblichkeit verringern.
  • Die Gesundheit der Mütter verbessern.
  • Aids, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen.
  • Den Umweltschutz verbessern.
  • Eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen.

Weitere Informationen (UN)

Quellen:

https://www.bmz.de/de/service/glossar/M/millenniumsentwicklungsziele.html

https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/ziele/MDGs_2015/index.html


Minderung des Klimawandels (engl.: mitigation)

Maßnahmen, die zur Begrenzung der globalen Erwärmung beitragen. Bekanntestes Beispiel sind hier die Bemühungen, die durch menschliches Handeln verursachten Treibhausgas-Emissionen zu mindern.

Quellen:

https://climate.nasa.gov/solutions/adaptation-mitigation/

https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4_wg2_full_report.pdf


Montreal-Protokoll

Internetseite: www.unep.ch/ozone

Das 'Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen' (Montreal-Protokoll) wurde im Jahr 1987 verabschiedet. Auslöser waren die Entdeckung des Antarktischen Ozonlochs und das Ziel, den weiteren Ozonabbau durch Halogenverbindungen (FCKWs und bromhaltige Substanzen wie Halone) zu stoppen.

Mit der Ratifizierung des Montrealer Protokolls verpflichteten sich die Unterzeichnerstaaten zur stufenweisen Reduzierung der Produktion und des Verbrauchs von fünf FCKW-Verbindungen und drei Halonen. Das Montreal-Protokoll sah vor, dass die fünf FCKWs in den Vertragsstaaten ab 1996 nicht mehr produziert und verwendet werden sollten; die Halone sollten ab 1994 nicht mehr produziert und verwendet werden. Entwicklungsländer, die diese Substanzen unter einem bestimmten Schwellenwert verwendeten (0.3 kg pro Person und Jahr), erhielten jeweils eine Fristverlängerung von zehn Jahren.

In den folgenden Jahren wurde das Montrealer Protokoll durch weitere Abkommen ergänzt und geändert. So wurden die Liste der regulierten Substanzen erweitert und Kontrollmechanismen für den Handel mit regulierten Substanzen eingeführt. Das Montreal-Protokoll wurde einschließlich aller Ergänzungen von 195 Staaten ratifiziert.

Die Auswirkungen dieser Vereinbarung sind bereits messbar: Die atmosphärische Konzentration einiger geregelter Substanzen nimmt seit Mitte der 1990er Jahre in der unteren Atmosphäre ab (z.B. FCKW 11), während die Konzentration der Verbindungen mit längeren Lebensdauern (z.B. FCKW 12) nicht weiter ansteigt und künftig messbar abnehmen wird. Ende der 1990er Jahre wurde durch Satellitenmessungen nachgewiesen, dass der stratosphärische Chlorgehalt nicht mehr weiter zu-, sondern langsam abnimmt.

Weitere Informationen (UNEP)

Quelle

http://www.iup.uni-bremen.de/montreal_protocol_20y/montrealerprotokoll/index.html


NDCs

Nationally Determined Contributions
Nationale Klimaschutzbeiträge

NDCs sind von den Nationalstaaten selbst gesetzte Ziele zur Treibhausgasminderung. Anders als die Vorhaben, die die Staatengemeinschaft während der COPs verhandeln, beziehen sich NDCs auf nationale Selbstverpflichtungen und sind ausschließlich freiwilliger Natur. Die Klimaziele werden dabei unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten formuliert und dem UNFCCC-Sekretariat mitgeteilt.

Quellen:

http://www.wri.org/indc-definition

http://www.klimaretter.info/tipps-klima-lexikon/18800-indc-und-ndc


Petersberger Klimadialog

Der Petersberger Klimadialog ist eine Konferenz, die erstmalig 2010 von der deutschen Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, mit dem Ziel ein Forum für die Klimaverhandlungen zu schaffen und dieses langfristig zu etablieren. Gastgeber der Dialogveranstaltung ist neben der Bundesregierung der Staat, welcher die nächste Klimakonferenz ausrichtet.

Minister aus allen Weltregionen werden geladen, um die Weltklimakonferenz (COP- Conference of the Parties) vorzubereiten und weitreichende Konzepte zu entwickeln. Außerdem besteht die Möglichkeit im informellen Kreis, neue Ideen für die Klimaverhandlungen zu diskutieren.

Quelle:

http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/petersberger-klimadialog/


Primärenergie

Die Energie, die aus fossilen (Erdöl, Erdgas, Kohle), nuklearen (Kernbrennstoff) und regenerativen (Sonne, Wind, Wasserkraft) Energiequellen zur Verfügung steht. Durch chemisch-physikalische Prozesse kann die Primärenergie in Sekundärenergie umgewandelt werden, die Verbraucher in Form von Strom, Benzin oder Heizöl konsumieren.

Quelle:

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/FAQ/faq-energie.html


REDD

Reducing Emissions from Deforestation and Degradation
Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern

Die Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung tragen zu den anthropogen verursachten Treibhausgasen bei. Der Schutz von Wäldern wird deshalb in die internationalen Klimaverhandlungen einbezogen. Die Idee, auf der REDD basiert, ist die Funktion der Wälder als Kohlenstoffspeicher. Dem gespeicherten Kohlenstoff wird ein wirtschaftlicher Wert beigemessen, wodurch der Erhalt der Wälder in wirtschaftliche Entscheidungsprozesse einbezogen werden kann.

Im Rahmen eines REDD-Systems sollen die Emissionen aus tropischer Entwaldung anerkannt und bewertet werden, um für den Stopp der Entwaldung wirtschaftliche Anreize zu bieten.

Mehr Informationen (UN)

Quelle

www.wwf.de/themen/waelder


REDD+

REDD+ bezieht in die Bewertung der Emissionen zusätzlich zu Entwaldung und Waldschädigung auch die Rolle des Walderhalts, des nachhaltigen Waldmanagements und die Ausweitung von Wäldern als Kohlenstoffspeicher mit ein.

Quelle:

www.un-redd.org/home/tabid/565/defauld.aspx


Resilienz / Robustheit

Der Begriff beschreibt die Fähigkeit eines Systems, Schocks und Störungen zu absorbieren und dabei seine Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten oder innerhalb kürzester Zeit wiederherzustellen.

Quellen:

https://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/e-paper_der_arl_nr10.pdf

https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/resilienz_1960.htm


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