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KlimaGlossar des DKK - Begriffe S bis Z

SDGs

Sustainable Development Goals
Nachhaltige Entwicklungsziele

SDGs sind die zentralen Bausteine der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die im September 2015 von der UN verabschiedet wurde. Die SDGs ersetzen die bis dato beschlossenen Millennium Development Goals (MDGs) und erweitern das Programm inhaltlich und programmatisch auf 17 Ziele:

  • keine Armut
  • keine Hungersnot
  • gute Gesundheitsversorgung
  • hochwertige Bildung
  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • sauberes Wasser und Sanitärversorgung
  • erneuerbare Energien
  • gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
  • Innovation und Infrastruktur
  • reduzierte Ungleichheit
  • nachhaltige Kommunen
  • verantwortungsvoller Konsum
  • Maßnahmen zum Klimaschutz
  • Leben unter dem Wasser
  • Leben an Land
  • Frieden und Gerechtigkeit
  • globale Partnerschaften

Jedem dieser 17 Ziele sind zahlreiche Unterziele zugeordnet, sodass sich insgesamt ein Katalog von 186 Zielen ergibt.

Quelle:

http://www.undp.org/content/undp/en/home/sustainable-development-goals.html

http://www.un.org/sustainabledevelopment/development-agenda/

http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/ziele/2030_agenda/index.html


Senken

Dokument: Max-Planck-Institut für Biogeochemie zu CO2-Senke (PDF)
Ist Europas terrestrische Biosphäre eine Quelle oder Senke für das Klimagas Kohlendioxid (CO2) und eignet sie sich für Klimaschutzmaßnahmen?

Ein Ökosystem, das Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt, ist eine Senke. So entnehmen z. B. Bäume während des Wachstums große Mengen Kohlenstoff der Atmosphäre. Die Kohlenstoffeinbindung in Senken kann bis zu gewissen Grenzen auf die Emissionsreduktionsverpflichtungen der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls angerechnet werden.

Quelle: BMUB http://www.bmu.bund.de/klimaschutz/aktuell/aktuell/1675.php


Treibhauseffekt

Treibhausgase in der Atmosphäre verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche ins All. Der Treibhauseffekt lässt sich durch Satellitenmessungen der Wärmeabstrahlung nachweisen. Mithilfe solcher Messungen kann auf eine Temperaturerhöhung an der Erdoberfläche durch den natürlichen Treibhauseffekt um etwa 33°C geschlossen werden. Da die Bodentemperatur im globalen Mittel ohne diesen Effekt bei etwa -18°C läge, ist der natürliche Treibhauseffekt für die Erde eine lebenserhaltende Erwärmung.

Den weitaus größten Teil, nämlich etwa zwei Drittel, trägt Wasserdampf zum Treibhauseffekt bei. Es folgen Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von ca. 15%, Ozon mit etwa 10% und schließlich Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) mit Anteilen von je etwa 3%. Zur genauen Berechnung der Anteile müsste neben der Höhen- und Breitenabhängigkeit aller Gase auch die Wirkung der Bewölkung und der Schwebeteilchen (Aerosole) auf die Sonnen- und Wärmestrahlung bekannt sein.

Ein zusätzlicher Treibhauseffekt kann auftreten, wenn die natürlich vorhandenen Treibhausgase durch anthropogenen (menschlichen) Einfluss vermehrt oder durch neue Stoffe (z.B. FCKW) ergänzt werden. Dann kann die so verursachte zusätzliche Wärmestrahlung aus der Atmosphäre auch die verstärkte Reduktion von Sonnenstrahlung am Erdboden übertreffen. Folge des (anthropogen) verstärkten Treibhauseffektes sind höhere Temperaturen des Erdbodens und der unteren Atmosphäre.

Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie http://www.mpimet.mpg.de/kommunikation/filme-animationen/poster/treibhauseffekt.html


UNCHE

United Nations Conference on the Human Environment
Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen

Dokumente der UNCHE-Erklärung: http://www.unep.org/Documents.Multilingual/Default.asp?DocumentID=97

Die UNCHE fand 1972 in Stockholm statt. Sie war die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und gilt als Beginn der globalen Umweltpolitik. Zur Erarbeitung einer 'Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen' trafen sich Vertreter aus 113 Staaten.

In der verabschiedeten UNCHE-Erklärung bekennen sich die Staaten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Umwelt- und Naturschutzfragen, was noch im selben Jahr zur Gründung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) führte.


UNEP

United Nations Environmental Programme
Umweltprogramm der Vereinten Nationen

Internetseite: http://www.unep.org/

Das UNEP wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Nairobi, Kenia. Es ist keine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, sondern ein Unterorgan der Generalversammlung.

Das UNEP soll in erster Linie Katalysator der Umweltaktivitäten der Vereinten Nationen sein. Es identifiziert und analysiert Umweltprobleme, arbeitet Grundsätze des Umweltschutzes aus, entwickelt regionale Umweltschutzprogramme und unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau von nationalen Umweltschutzprogrammen. Alle zwei Jahre gibt die Organisation einen Bericht über die Umweltsituation der Welt heraus, in dem sie Schäden und Entwicklungen festhält.

Abgesehen von einem Zuschuss aus dem regulären Budget der Vereinten Nationen (weniger als 4%) finanziert sich UNEP vollständig aus freiwilligen Beiträgen. Für den Zeitraum 2008/2009 stellten die Mitglieder dem Umweltfonds 152 Mio. US-Dollar zur Verfügung. Als einer der größten Geber trägt Deutschland jährlich etwa 7,9 Mio. US-Dollar aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) dazu bei.

Quelle: BMZ http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/wege/multilaterale_ez/akteure/uno/unep/


UNFCCC

United Nations Framework Convention on Climate Change
Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

Dokument: Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen UNFCCC (PDF)

Internetseite: Ratifizierung der Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro von 154 Staaten unterzeichnet. Sie trat am 21.3.1994 in Kraft und wurde bis zum Jahr 2010 von 193 Staaten sowie der Europäischen Union unterzeichnet bzw. ratifiziert.

Artikel 2 der Klimarahmenkonvention schreibt ihr das Ziel fest:
„...die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird. Ein solches Niveau sollte innerhalb eines Zeitraums erreicht werden, der ausreicht, damit sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird und die wirtschaftliche Entwicklung auf nachhaltige Weise fortgeführt werden kann.“

Artikel 7 der Klimarahmenkonvention beschließt die Einsetzung einer „Konferenz der Vertragsparteien“ (Conference of the Parties – COP) als feste Institution und oberstes Gremium des Übereinkommens. Die COP ist für die Beschlussfassung zur wirksamen Umsetzung des Abkommens zuständig. Die ordentlichen Tagungen der COP finden einmal jährlich statt.

Die Anlage I (Annex I) der Klimarahmenkonvention listet die Länder auf, die in diesem Rahmen eine Selbstverpflichtung zur Reduktion ihrer Teibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 übernommen haben. Der Begriff ‚Annex-I-Länder‘ wird häufig synonym mit Industrieländer verwendet. Non-Annex-I-Countries‘ bezeichnet die Entwicklungs- und Schwellenländer.

Die Klimarahmenkonvention stellt die rechtliche Grundlage für die Ausgestaltung der Konvention durch die Konferenz der Vertragsstaaten sowie für Zusatzvereinbarungen wie das Kyoto-Protokoll dar.


WCC

World Climate Conference
Weltklimakonferenz (auch UN-Klimagipfel, Weltklimagipfel)

Internetseite: WCC3 www.wmo.int/wcc3

Die WCC ist eine Konferenz, die durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) organisiert wird und ca. alle zehn Jahre am Sitz der WMO in Genf, Schweiz, stattfindet. Die Weltklimakonferenz ist nicht zu verwechseln mit der Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties –COP).

Die WCC1 fand im Jahr 1979 statt. Experten verschiedener UNO-Unterorganisationen befassten sich mit dem Zusammenhang von Klima-Anomalien seit 1972 und mit der Klimabeeinflussung durch die menschliche Gesellschaft.

Die WCC2 fand im Jahr 1990 statt und thematisierte die Veränderungen der Atmosphäre. Diskutiert wurden hier die Möglichkeiten, die globale Ozonschicht zu schützen und die Produktion sowie den Verbrauch Ozonschicht schädigender Substanzen global zu vermindern.

Die WCC3 fand im Jahr 2009 statt. Experten berieten sich über bisherige Entwicklungen seit der letzten Konferenz und die Strategien und Lösungen für künftige Herausforderungen der Klimaveränderung.


WCRP

World Climate Research Programme
Weltklimaforschungsprogramm

Internetseiten:
WCRP www.wcrp-climate.org
ICSU www.icsu.org
IOC www.unesco.de/ioc.html

Das WCRP wird über den Internationalen Wissenschaftsrat (ICSU) und die WMO sowie die Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission der UNESCO (IOC) finanziert. 185 Staaten sind am WCRP beteiligt, das seit 1980 läuft und dessen Sekretariat bei der WMO in Genf angesiedelt ist.

Das WCRP unterstützt und steuert die weltweite Zusammenarbeit von Klimaforschern vieler verschiedener Fachgebiete. Auf der Basis von großräumigen Erdbeobachtungs- und Modellierungsprogrammen trägt das WCRP dazu bei, dass Klimamodellprognosen und der menschliche Einfluss auf das Klima besser verstanden werden.


WMO

World Meteorological Organization
Weltorganisation für Meteorologie

Internetseite: www.wmo.int

Die WMO (World Meteorological Organization, WMO bzw. französisch L'Organisation Metéorologique Mondiale, l'OMM) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Mitglied sind 189 Staaten und Territorien, die jeweils einen eigenen Wetterdienst betreiben. Die Ziele der WMO sind u.a. die Förderung der weltweiten Zusammenarbeit bei der Einrichtung von Stationsnetzen für meteorologische Beobachtungen sowie die Unterstützung bei der Errichtung und beim Betrieb von zentralen meteorologischen Dienstleistungseinrichtungen.

Die WMO mit Sitz in Genf und dem Status einer VN-Sonderorganisation wurde 1947 durch eine Konvention von 42 Staaten in Washington als Nachfolgerin der nicht-staatlichen International Meteorological Organization (IMO) gegründet.

Jeder WMO-Mitgliedsstaat benennt einen 'Ständigen Vertreter' (Permanent Representative), der i.d.R. der Direktor des nationalen Wetterdienstes ist. In Deutschland übernimmt diese Funktion der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Quelle: Deutscher Wetterdienst www.dwd.de


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