Positionen aus der Klimaforschung

06.02.2012: 

DKK-Stellungnahme zum Buch "Die kalte Sonne"

Der Mensch hat das globale Klima bereits nachweislich geändert, und der fortgesetzte Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen wird die globale Erwärmung weiter verstärken. Diese Erkenntnisse beruhen auf einer großen Anzahl von unabhängigen wissenschaftlichen Studien, an denen Hunderte von Klimaforschern beteiligt waren. Rein natürliche Schwankungen ­- wie etwa Änderungen der Sonnenaktivität - können hingegen nicht hauptsächlich für die globale Erwärmung in den letzten Jahrzehnten verantwortlich sein, auch wenn das kürzlich erschienene Buch von Vahrenholt und Lüning dies behauptet. Für ihre Behauptung liefern die Autoren keinen wissenschaftlich belegten Nachweis. Somit hat folgende Aussage des 4. IPCC-Berichts aus dem Jahre 2007 weiterhin Bestand: „Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich (Wahrscheinlichkeit höher als 90%) durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgas­konzentrationen verursacht.“

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochem Marotzke, DKK-Vorstandsvorsitzender, Tel. 040-41173-311

11.11.2011: 

Pre-Durban: Climate Research and Climate Policies

Im Rahmen der Veranstaltung des Deutschen Klima-Konsortiums, des Auswärtigen Amtes, des Bundesumweltministeriums sowie des Bundesforschungsministeriums präsentierten führende Klimaforscher neueste Erkenntnisse der Klimaforschung. Der deutsche Verhandlungsführer bei der Weltklimakonferenz erläuterte die EU Position für Durban und Erwartungen an die Ergebnisse der Konferenz. Das Auswärtige Amt stellte die Ziele und Maßnahmen der flankierenden Klimaaußenpolitik vor. Die Positionen und Ergebnisse finden sich in der Zusammenfassung (pdf).

Vorträge (pdf), Pressemitteilung (pdf), Fotos

27.09.2011: 

Themenpapier "Klimaforschung Afrika" veröffentlicht

Das Themenpapier der DKK-Arbeitsgruppe „Klimaforschung Afrika“ zu den Schwerpunkten der Zusammenarbeit mit Afrika 2012-2020 fasst die Perspektiven deutscher Klimaforschung zur thematischen Ausgestaltung partnerschaftlicher Forschungs- und Kapazitätenprogramme zusammen. Eine englische Version des Themenpapiers ist in Kürze erhältlich. In der 3. Sitzung der Arbeitsgruppe am 14. September 2011 wurden die Eckpunkte der Kommunikation des Themenpapiers an die Adressaten u.a. aus Politik und Forschung festgelegt. Die AG Afrika begrüßt zwei neue Mitglieder: die Universität Potsdam und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH. Damit ist die Arbeitsgruppe auf nunmehr 22 Mitglieder und einem Verband, dem Konsortium Deutsche Meeresforschung, gewachsen. Die Mitgliederliste im pdf-Format.

 Das Themenpapier zum download im pdf-Format.

24.11.2010: 

Vor Cancún – Aktueller Stand der Klimaforschung

Wissenschaftler belegen Klimawandel mit Fakten

Bei der Veranstaltung des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) am 22.11.2010 in Berlin wurden die wissenschaftlichen Grundlagen für die Klimaverhandlungen in Cancún dargelegt und diskutiert. Wissenschaftler renommierter deutscher Forschungseinrichtungen und Universitäten stellten den Erkenntnisgewinn in der Klimaforschung seit 2007 vor. Resümeé, Vorträge, Fotos


31.05.2010: 

Offener Brief des Nationalen Komitees für Global Change Forschung und des Deutschen Klima-Konsortiums hinsichtlich der Kritik an den IPCC Sachstandsberichten

Vollständiger Offener Brief zum Download (pdf)

Einleitung des Offenen Briefs

Die Arbeit des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) steht seit einigen Monaten in der Kritik der Öffentlichkeit, aber auch einiger Wissenschaftler. Auslöser für die Debatte über die Arbeitsprozesse und Inhalte des vierten IPCC Sachstandsberichts (Assessment Reports, AR4) war die Veröffentlichung von E?Mails, Dokumenten und Daten einzelner Forscher, die vom Server der Climate Research Unit der University of East Anglia (UK) entwendet wurden (in den Medien teils als „Climategate“ bezeichnet). In den folgenden Monaten verwiesen die Medien auf weitere Unstimmigkeiten, zum Beispiel hinsichtlich der im vierten IPCC Sachstandsbericht getroffenen Aussagen zu den Regenwäldern im Amazonasgebiet, der Gletscherschmelze im Himalaya oder der Überschwemmungsgebiete in den Niederlanden. Neben den formalen Unstimmigkeiten wurden aber auch von akademischer Seite Vorwürfe laut, der Bericht zeige den Stand des Wissens in unausgewogener Art und Weise. Als Konsequenz werden nun die IPCC Prozesse einer unabhängigen Begutachtung durch das „InterAcademy Panel on International Issues“ unterzogen, dessen Ergebnisse voraussichtlich im August 2010 vorliegen werden.

Trotz dieser Kritikpunkte, bleibt die Kernaussage des vierten Sachstandberichtes des IPCC bestehen: Der Klimawandel ist weitgehend von Menschen verursacht und wird sich in Zukunft verstärken.