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13.10.2015

Klimaabkommen in Paris – Startschuss für die globale Transformation?

Briefing vor der 21. UNFCCC-Klimakonferenz im Auswärtigen Amt am 12. November 2015

PRESSEEINLADUNG

Berlin - Lange Zeit galt Klimaschutz Vielen als Kostentreiber, als Bremsklotz für Wirtschaftswachstum und Entwicklung. Inzwischen zeichnet sich ab: Eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und CO2-Emissionen ist möglich. Eine kohlenstoffarme Wirtschaft ist das wettbewerbsfähige Modell der Zukunft.

Die 21. Weltklimakonferenz (Conference of the Parties, COP) in Paris ist die Chance, diese Entwicklung voranzutreiben und mitzugestalten und die notwendige Transformation im Verbund mit der Staatengemeinschaft zu meistern. Hier werden die Weichen gestellt, um in eine kohlenstoffarme Zukunft einzusteigen.

Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Deutsche Klima-Konsortium laden Sie zum Briefing der diesjährigen UN-Klimakonferenz ein:

Wann:  am Donnerstag, 12. November 2015 von 9 bis 13 Uhr
Wo:     im Europasaal im Auswärtigen Amt, Unterwasserstraße 10, 10117 Berlin

In den nächsten 15 Jahren vollzieht die globale Wirtschaft tiefe strukturelle Veränderungen. Sie wird um mehr als die Hälfte wachsen, eine Milliarde Menschen werden in Städte ziehen und schnelle technologische Fortschritte werden Wirtschaftsprozesse und das tägliche Leben der Menschen verändern. Die „ Globale Kommission für Wirtschaft und Klima“ (New Climate Economy) unterstreicht die Möglichkeiten, die damit einhergehen: Wie diese Veränderungen angeleitet werden, wird die Muster von Wachstum, Produktivität und Lebensstandards bestimmen. Die Investitionen, die für diese Veränderungen in den nächsten 15 Jahren getätigt werden, bestimmen daher auch die Zukunft unseres Weltklimas.

Schon gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Weltwirtschaft eine kohlenstoffärmere Zukunft anvisiert: Der Anstieg der CO2-Emissionen verliert an Dynamik. Für das vergangene Jahr 2014 verzeichnete die Internationale Energieagentur (IEA) sogar eine Stagnation der Emissionen aus dem Energiesektor bei gleichzeitig stabilem globalem Wirtschaftswachstum um drei Prozent. Gleichzeitig sinken die Preise für Erneuerbare Energien schneller und stärker als erwartet. In einigen Regionen sind sie bereits wettbewerbsfähig. Länder wie China investieren erstmals mehr in den Ausbau der Erneuerbaren als in die Stromerzeugung mittels fossiler Kraftwerke. Der Beschluss der G7 zur Dekarbonisierung ist ein weiteres starkes Signal und bestärkt viele Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft auf ihrem Weg zu mehr Klimaschutz.

Der Weltklimagipfel kann den strategischen Rahmen für diese Transformation setzen. Wie er zum Erfolg geführt werden kann und wer mit welchen Erwartungen nach Paris fährt – das erläutern Expertinnen und Experten aus den offiziellen Delegationen Deutschlands und Frankreichs. Rednerinnen und Redner aus der Wirtschaft und der Wissenschaft beleuchten die wirtschaftlichen Risiken des „Business-as-Usual“ und zeigen beispielhaft reale Möglichkeiten und Chancen für einen kohlenstoffarmen Entwicklungspfad.


Programm

Moderation:
Peter Fischer, Beauftragter für Globalisierung, Energie- und Klimapolitik, Auswärtiges Amt
Marie-Luise Beck, Geschäftsführerin, Deutsches Klima-Konsortium e. V.

08:00 Uhr            Anmeldung

09:00 Uhr            Begrüßung: Klimaschutz – im Interesse der Wirtschaft?
                             Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin, Auswärtiges Amt

09:10 Uhr            Französische Präsidentschaft für die 21. UNFCCC Klimakonferenz
                             
Bérangère Quincy, Französische Botschafterin der COP 21

09:20 Uhr            Erwartungen der EU und Deutschlands an die COP 21
                             Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin,  Bundesministerium für Umwelt,                                           Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

09:30 Uhr            Fragen und Diskussion

10:00 Uhr            „Keep the oil in the soil…“ Animiertes Video zur Dekarbonisierung mit Dr. Sonja Peterson,                                                  Institut für Weltwirtschaft, Kiel (auf Englisch)

10:05 Uhr            Klimawandel und Weltwirtschaft - wie Stürme in Asien zum Problem in Europa werden können
                           
Prof. Dr. Anders Levermann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

10:20 Uhr            Kaffeepause

11:15 Uhr            Die globale Chance ergreifen: Partnerschaften für besseres Wachstum und ein besseres Klima
                             Jennifer Morgan, The New Climate Economy, World Resources Institute

11:30 Uhr             Wirtschaft auf dem Weg in die Dekarbonisierung: Bereit für eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe?
                             
Sabine Nallinger, Vorständin der Unternehmerinitiative Stiftung 2°

11:45 Uhr            Investment - Divestment: Wohin das Geld fließt
                            
Dr. Christian Thimann, Vorstandsmitglied AXA AG

12:00 Uhr            Podiumsdiskussion: Kann das Pariser Abkommen die Realwirtschaft transformieren?

Dr. Karsten Sach, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Prof. Dr. Anders Levermann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Jennifer Morgan, The New Climate Economy
Sabine Nallinger, Unternehmensinitiative Stiftung 2°
Dr. Christian Thimann, AXA AG

Moderation: Peter Fischer, Auswärtiges Amt

13:00 Uhr            Ausklang im Foyer mit Mittagsimbiss

14:00 Uhr            Ende der Veranstaltung

Die Konferenzsprache ist Deutsch mit englischer Simultanübersetzung.

Registrierung

Da die Veranstaltung in den Räumen des Auswärtigen Amtes stattfindet, ist es aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich, dass alle Journalisten, Medienvertreter und Teilnehmer namentlich angemeldet sind und sich beim Einlass mittels Personalausweis identifizieren.

Bitte registrieren Sie sich bis Montag, 9. November 2015 online:
http://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/veranstaltungen/event-registration.html

Im Informationsblatt für Journalisten finden Sie weitere Infos zu Film- und Fotoaufnahmen, Interviewmöglichkeiten und zum Pressearbeitsraum.


Für weitere Informationen oder Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Pressereferat Auswärtiges Amt
Tel.: +49 (0)30 5000 2056
E-Mail: presse@diplo.de
Internet: www.diplo.de

Presse- und Informationsstab Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Tel.: +49 (0)30 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de
Internet: www.bmub.bund.de

Deutsches Klima-Konsortium e.V.
Eva Söderman, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)30 76 77 18 69-4
E-Mail: eva.soederman@klima-konsortium.de
Internet: www.deutsches-klima-konsortium.de

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