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(1) Deutsche Botschaften suchen neue Ideen fürs Klima

Im Rahmen seiner Klimaaußenpolitik unterstützt das Auswärtige Amt die Vorbereitung der kommenden Vertragsstaatenkonferenzen, insbesondere der COP 21 in Paris (2015). Aber auch nationale Maßnahmen in unseren Partnerländern dienen dem internationalen Klimaschutz. Daher fördert das AA mit seinem Klimafonds über die deutschen Botschaften in aller Welt Maßnahmen, um auf den klimapolitischen Meinungsbildungsprozess in Gastländern einzuwirken. Deutsche Organisationen können sich direkt an Auslandsvertretungen wenden, um sich an der Umsetzung des Programms zu beteiligen. Ein prominentes Beispiel sind die aus diesem Programm hervorgegangenen „Cairo Climate Talks“, die bereits in das dritte Jahr gehen. Weitere erfolgreiche Maßnahmen sind u. a. Dialogveranstaltungen mit Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern im Gastland; ein „Klimazug“ zur COP in Durban, Studienreisen von Entscheidungsträgern nach Deutschland oder Namensartikel von Botschaftern. Die Themen reichen von nachhaltiger Energieversorgung über Klimafinanzierung bis zu Anpassungsstrategien und klimafreundlichem Wirtschaften. Besonders interessant für die DKK-Verbandsmitglieder: Auch Studienaufenthalte von ausländischen Wissenschaftlern an dt. Forschungseinrichtungen und die Ausschreibung von Forschungsstipendien für Postgraduates können gefördert werden.

Neue Vorschläge, Ideen und Projekte für 2014 sind willkommen und können bis Ende Februar an die DKK-Geschäftsstelle kommuniziert werden.

(2) Neuer Internetauftritt des TROPOS

Die neuen Internetseiten des Leipziger Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) sind seit Mitte Januar online. Unter www.tropos.de informiert das Institut ab sofort deutlich umfangreicher und aktueller über seine Arbeit. Die Umstellung war notwendig geworden, weil die alten Internetseiten nicht mehr den technischen Erfordernissen entsprachen. Aktuelle Messdaten beispielsweise zu Aerosolen und Wolken über Leipzig erweitern das bisherige Informationsangebot ebenso wie Berichte zu Messkampagnen in Deutschland, Europa und Übersee.
www.tropos.de

(3) Nachhaltigkeit auf UN-Ebene

Am 31. Januar 2014 fand in Berlin die Auftaktveranstaltung für das „Scientific Advisory Board“ der UNESCO statt. Das neue Beratungsgremium soll das Generalsekretariat der Vereinten Nationen zu Fragen der Nachhaltigkeit beraten. Die 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aus allen Teilen der Welt, kommen sowohl aus den Ingenieurwissenschaften als auch den Natur wie den Sozialwissenschaften und repräsentieren zum Beispiel die Ozean-, Klima-, oder Biodiversitätsforschung. Für Deutschland wurde der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina, Prof. Dr. Jörg Hacker, benannt.
http://www.sab-2014-berlin.de/en/scientific-advisory-board/members/

(4) Bericht „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ erschienen

Die internationale Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“, kurz TEEB-Studie, wird jetzt auf nationaler Ebene entwickelt. Im Vorfeld der CSC-Jahrestagung, am 13.02.2014, stellte Prof. Bernd Hansjürgens, Ökonom am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig, das Projekt „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ vor. Die Studie analysiert, wie biologische Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen zusammenwirken und wie dies ökonomisch bewertet werden könnte.
Vier Berichtsteile sind geplant, die sukzessive erscheinen werden:
1. Naturkapital und Klimapolitik – Synergien und Konflikte,
2. Ökosystemleistungen in ländlichen Räumen – Erfassung und Inwertsetzung,
3. Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen,
4. Naturkapital Deutschland – Neue Handlungsmöglichkeiten ergreifen,
Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz und dem Bundesumweltministerium finanziert.
Anlass der Präsentation war die Veröffentlichung des ersten Teilberichtes durch Prof. Volkmar Hartje von der TU Berlin.
Der Wissenschaftler konnte zeigen, dass Natur- und Klimaschutz durchaus kostengünstig umsetzbar wäre. So zahlen sich zum Beispiel Investitionen in die Renaturierung von Flüssen und ein bevorzugter Auenschutz in doppelter Art und Weise aus: die Artenvielfalt erhöht sich und der entstandene Hochwasserschutz ist von hohem volkswirtschaftlichen Nutzen.
Mehr unter: http://www.naturkapitalteeb.de/aktuelles.html

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