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April 2016

In dieser Ausgabe:

(1) Reminder: Klima-MOOC reloaded: Am 9. Mai startet die Online-Vorlesung von DKK und WWF
(2) ZUR SACHE! Klimaforschung konkret: Martin Heimann über die Ursachen für den hohen CO2-Anstieg und Martin Riese über den stratosphärischen Einfluss auf Klima und Wetter
(3) Neues von DKK-Mitgliedern
(4) Aus Politik und Forschung: Neue Fördermaßnahme des BMBF

(1) Reminder: Klima-MOOC reloaded

Am 9. Mai startet die Online-Vorlesung von DKK und WWF wieder neu

Hier geht’s zum Kurs: „Klimawandel und seine Folgen“ auf der MOOC-Plattform iversity

Möchten Sie einen Einblick in unser Klima-MOOC nehmen oder daran teilnehmen? Dann können Sie sich jetzt auf der MOOC-Plattform iversity anmelden https://iversity.org/de/courses/klimawandel Am 9. Mai startet der Massive Open Online Course (MOOC) „Klimawandel und seine Folgen“ zum zweiten Mal.

Die kostenlose Online-Vorlesung in deutscher Sprache wurde 2015 vom DKK und dem WWF Deutschland mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung entwickelt. 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den DKK-Mitgliedsinstitutionen vermitteln die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die Folgen für Natur und Gesellschaft und geben einen Ausblick auf Lösungen. Der Lehrgang steht jedermann offen. Er richtet sich insbesondere an Studierende und Lehrende, aber auch an alle interessierten Bürger.

Die Lehrinhalte sind gleich geblieben, aber eine organisatorische Neuerung gibt es im Sommersemester: Während die Themenkapitel im Wintersemester im wöchentlichen Rhythmus freigeschaltet wurden, werden diesmal sämtliche Unterrichtsmaterialien bereits zum Start am 9. Mai freigegeben. Dadurch können die Teilnehmer ihr Tempo selbst bestimmen (neudeutsch: self-paced) und die Reihenfolge der Kapitel selbst wählen. Wie beim ersten Durchlauf werden die Lehrfilme (Vorträge, Interviews, Animationen) mit Quiz- und Übungsaufgaben, Zusatzmaterialien und Angeboten zur Interaktion (Diskussionsforen) kombiniert.

Zur Anmeldung und zum Trailer mit ZDF-Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens.

Weitere Informationen auf der DKK-Website und der WWF-Website.

(2) ZUR SACHE! Klimaforschung konkret

In der DKK-Kolumne „Zur Sache“ erscheinen persönliche Einschätzungen, Meinungen und Berichte von bekannten Klimaforscherinnen und Klimaforschern zu aktuellen, breit gefächerten Forschungsthemen.

In den letzten Wochen erschienen:

El Niño treibt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nach oben
Die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid ist im Jahre 2015 so stark angewachsen wie noch nie, seit Beginn der exakten weltweiten Messungen – das zeigen die Aufzeichnungen der Mauna Loa Station auf Hawaii und anderer Stationen. Prof. Dr. Martin Heimann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, schreibt über die Ursachen für den hohen Anstieg. Mehr…

Ein besseres Verständnis des stratosphärischen Einflusses auf Klima und Wetter
Durch eine realistische Darstellung der Stratosphäre und ihrer Kopplungen mit der Troposphäre kann die Qualität von mittel- und langfristigen Wettervorhersagen und auch von regionalen Klimasimulationen verbessert werden. Die Mechanismen, die dieser Kopplung zugrunde liegen, sind zurzeit nur unzureichend verstanden. Prof. Dr. Martin Riese vom Forschungszentrum Jülich berichtet über eine neue Messmethode, die vom Forschungszentrum Jülich und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt wurde und auf den Forschungsflugzeugen HALO und M55 Geophysica eingesetzt wird. Mehr…

Diese und weitere Kolumnen finden Sie hier (Link).

(3) Neues von DKK-Mitgliedern

3.1. Neuer Online-Kurs zum Ozean

„One Planet - One Ocean: From Science to Solutions” startet am 25. April



Im September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen ein „Ziel nachhaltiger Entwicklung“ (Sustainable Development Goal, SDG) mit dem Aufruf, unsere Ozeane im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu erhalten.

Das Erreichen dieses Zieles verlangt einen ganzheitlichen, wissensbasierten Ansatz, der sowohl das grundsätzliche Verständnis des Systems Ozean als auch die zahlreichen Interaktionen zwischen Mensch und Meer berücksichtigt.

Im Rahmen des Massive Open Online Course (MOOC) „One Planet - One Ocean: From Science to Solutions” werden einige der weltweit führenden Meereswissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die aktuellen Herausforderungen sowie wissenschaftlich basierte, potentielle Lösungen präsentieren.

Der Kurs spricht Menschen auf der ganzen Welt an, die mit Hilfe dieses Wissens zum nachhaltigen Umgang mit unseren Meeren beitragen wollen. Die Kurssprache ist Englisch. Untertitel in Deutsch, Chinesisch und Portugiesisch stehen zur Verfügung. Es fallen keine Kursgebühren an.

Zu den Partnern, die den MOOC erarbeitet haben, gehören die DKK-Mitglieder GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Zum Trailer und weiteren Informationen www.oceanmooc.org

Tauchen Sie mit ein in die faszinierende Weite des Ozeans: Teilnahme hier (Link).

3.2. Kamen die Ur-Eiszeiten aus dem Süden?

Internationales Forscherteam findet neue Hinweise zu Mechanismen von Kaltzeiten
Der Nordatlantik gilt als Schlüsselregion, wenn es um großräumige Klimaschwankungen geht. So werden Veränderungen des Golfstromsystems eine wichtige Rolle beim Entstehen von Eiszeiten zugerechnet. Ein internationales Forscherteam von britischen, amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern ist es durch Analysen von Meeressedimenten gelungen nachzuweisen, dass das Wachstum der großen kontinentalen Eisschilde auf der Nordhalbkugel vor 2,7 Millionen Jahren von der Südhalbkugel aus initiiert wurde. Die Studie, an der auch Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel beteiligt sind, wurde jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht.

Weitere Informationen (Link).

3.3. „Alice, der Klimawandel und die Katze Zeta“

Ein Märchen über die Wahrheit
Beim Schulausflug auf den Potsdamer Telegrafenberg läuft die kleine Alice einem weißen Kaninchen hinterher – und rutscht in den Lüftungsschacht des Supercomputers eines Klimaforschungs-Instituts. Es folgt eine Reise durch die virtuelle Welt der Rechenmodelle, vom tropischen Regenwald bis ins stille Eis der Antarktis. So ungewöhnlich beginnt eine neue Veröffentlichung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, frei nach Lewis Carrolls philosophischem Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“. Mehr als 50 Wissenschaftler des Hauses lieferten Hintergründe und Expertisen für das jetzt auf der Buchmesse Leipzig vorgestellte und im Buchhandel erhältliche Werk von Margret Boysen.

Weitere Informationen (Link).

(4) Aus Politik und Forschung

4.1. Für die nachhaltige Zukunftsstadt:

Neue Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
Das BMBF setzt mit einer neuen Fördermaßnahme starke Impulse für die nachhaltige Entwicklung von Städten. Mit der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ sollen gemeinsam von Forschung und Praxis getragene Projekte gefördert werden. Ziel ist es, Know-how aufzubauen und innovative, praxistaugliche und übertragbare Lösungen zu finden, mit denen Kommunen den Wandel zur Nachhaltigkeit gestalten können.

Konkret stehen drei Themenbereiche im Fokus:

1. Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region

2. Urbane Gemeinschaft und Integration: Sozio-kulturelle Qualität in der Stadt stärken, sozial-ökologische Ungleichheit abbauen

3. Urbane Mobilität

Bis zum 15.06.2016 können Projektvorschläge eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen sind hier und beim DLR Projektträger erhältlich:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Projektträger | Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit
Heinrich-Konen-Straße 1 | 53227 Bonn
Dr. Andreas Schmidt | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon +49 228 3821-1712 | Telefax +49 228 3821-1540 | andreas.schmidt[at]dlr.de
http://DLR-PT.de


4.2. Call for Applications: THESys Summer School 2016

The IRI THESys at Humboldt-Universität zu Berlin organizes a Summer School on "Transformative human-environment research & participatory methods: From Co-production to Co-producing" that will take place from 26-30 September 2016 at Humboldt-Universität zu Berlin.

Human-environment research is the interdisciplinary study of how humans live in, affect, govern, reflect upon and perceive their natural environment, and how, in turn, that environment supports or constrains human life and culture. This research draws much of its legitimacy from being relevant for the very organization of human-environment relations themselves. Considerable effort is thus invested in understanding pressing societal challenges such as sustainable development, climate change adaptation, land competition, biodiversity conservation and water, food and energy security, to name a few. Yet, researchers are increasingly mandated to engage more actively with politics and the plurality of epistemologies and perspectives on these challenges that exist in society. So, how may human-environment research take an active role in transformative research for and with society? This is the overall question for this summer school which will be addressed by applying science and technology studies (STS) and political ecology perspectives to participants’ own cases as well as getting first hands-on experience with transdisciplinary research methods.

Applications from highly-motivated doctoral researchers conducting research on human-environment relations are very welcome. The Deadline for application is May 31st 2016. Please send your application documents by email to kathrin.klementz[at]hu-berlin.de
Program and further information here (link).

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Beste Grüße

Marie-Luise Beck

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Geschäftsführerin
Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK)
im Wissenschaftsforum
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin

T: +49 30 76 77 18 69-0
F: +49 30 76 77 18 69-9
E-Mail: info[at]klima-konsortium.de
www.deutsches-klima-konsortium.de

Vorstand: Prof. Dr. Mojib Latif, Vorsitzender
Dr. Paul Becker | Prof. Dr. Gernot Klepper 
Prof. Dr. Jochem Marotzke | Prof. Dr. Monika Rhein

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