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(1) DKK-Veranstaltungen

1.1. Klima-Frühstück zur „Ozeanversauerung – das andere CO2-Problem“
Pressegespräch in Berlin am 29.10.2015

Wolfsfisch im Aquariumscontainer bei der Heincke-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts
© Alfred-Wegener-Institut

Die Wissenschaft konstatiert längst, dass der Klimawandel von einem Ozeanwandel begleitet wird, und zwar nicht nur über den Anstieg des Meeresspiegels. Was sich in den durchschnittlich 4.000 Meter tiefen Ozeanen abspielt, müssen Wissenschaftler mit großem technologischem Aufwand erforschen. Dabei sehen sie eine zwar allmähliche, aber tiefgreifende Umgestaltung der Weltmeere durch die menschlichen Einflüsse – und ein zweifaches CO2-Problem: Erwärmung und Versauerung. Der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre hat schon heute zu einem steigenden Säuregrad des Meerwassers geführt. Diese Versauerung der Meere hat weitreichende Konsequenzen, u.a. auf die Nahrungsketten im Ozean und die Ernährungssicherheit der Menschen. 

Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) und das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) laden Presse- und Medienvertreter am Donnerstag, 29. Oktober 2015 um 9 Uhr zu einem Klima-Frühstück über das Ausmaß, die Folgen und Risiken der Ozeanversauerung in Berlin ein. Prof. Dr. Ulf Riebesell, Leiter der Forschungseinheit Biologische Ozeanographie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Koordinator des BMBF-Verbundprojektes BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification), und Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Biologe am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und neugewählter Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe II des kommenden Sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC, stellen dort aktuelle Ergebnisse aus der Meeresforschung vor, moderiert von Marie-Luise Beck, DKK-Geschäftsführerin, und Rolf Peinert, KDM-Geschäftsführer.

Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 28. Oktober 2015 um 16 Uhr per E-Mail an eva.soederman@klima-konsortium.de an.      

Zur Presseeinladung (Link).


1.2. Reminder
Klimaabkommen in Paris – Startschuss für die globale Transformation?
Briefing vor der 21. UNFCCC-Klimakonferenz im Auswärtigen Amt am 12. November 2015

Lange Zeit galt Klimaschutz Vielen als Kostentreiber, als Bremsklotz für Wirtschaftswachstum und Entwicklung. Inzwischen zeichnet sich ab: Eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und CO2-Emissionen ist möglich. Eine kohlenstoffarme Wirtschaft ist das wettbewerbsfähige Modell der Zukunft.

Die 21. Weltklimakonferenz (Conference of the Parties, COP) in Paris ist die Chance, diese Entwicklung voranzutreiben und mitzugestalten und die notwendige Transformation im Verbund mit der Staatengemeinschaft zu meistern.

In einer gemeinsamen Veranstaltung des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, und des Deutschen Klima-Konsortiums erläutern Expertinnen und Experten aus den offiziellen Delegationen Deutschlands und Frankreichs, wie der Weltklimagipfel zum Erfolg geführt werden kann und wer mit welchen Erwartungen nach Paris fährt. Rednerinnen und Redner aus der Wirtschaft und der Wissenschaft beleuchten die wirtschaftlichen Risiken des „Business-as-Usual“ und zeigen beispielhaft reale Möglichkeiten und Chancen für einen kohlenstoffarmen Entwicklungspfad.

Zum Programm (Link).

Zur Anmeldung (Link).

(2) ZUR SACHE! Klimaforschung konkret

In der DKK-Kolumne „Zur Sache“ erscheinen persönliche Einschätzungen, Meinungen und Berichte von bekannten Klimaforscherinnen und Klimaforschern zu aktuellen, breit gefächerten Forschungsthemen.

Im Oktober erschien:

Neues Stadtklimanetz im Aufbau
Höhere Temperaturen und lang anhaltende Hitzeperioden werden auch in Deutschland immer mehr zum Problem. Besonders betroffen sind die Städte. Um das Stadtklima langfristig zu erfassen und zu analysieren, baut der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktuell ein neues Sondermessnetz mit bis zu zehn Stadtklimastationen auf. Dr. Paul Becker, DWD-Vizepräsident und DKK-Vorstand, beschreibt die Hintergründe.
Zur Kolumne (Link).

Diese und weitere Kolumnen finden Sie hier (Link).

(3) Reminder

Neue Online-Vorlesung zum Klimawandel und seinen Folgen startet am 9. November

Der interdisziplinäre Massive Open Online Course (MOOC) „Klimawandel und seine Folgen“, der vom Deutschen Klima-Konsortium (DKK) und dem WWF Deutschland gemeinsam entwickelt wurde, startet am 9. November auf der MOOC-Plattform Iversity online. Es haben sich bereits über 3.100 Teilnehmer dafür angemeldet.

Zur Anmeldung:
https://iversity.org/de/courses/klimawandel

Die kostenlose Online-Vorlesung richtet sich insbesondere an Studierende und Lehrkräfte, aber auch an alle anderen, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen wollen. In dem fünfwöchigen Kurs stellen 19 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den DKK-Mitgliedseinrichtungen die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und die Folgen für Natur und Gesellschaft dar und geben einen Ausblick auf Lösungsoptionen. Gefördert wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung.

Zum Trailer zum MOOC mit Dirk Steffens (Link).
 
Weitere Informationen zum MOOC:
DKK-Website (Link)
WWF-Website (Link)

(4) Rückblick: Nachrichten von DKK-Mitgliedern

4.1. Mistral beschleunigt die Klimaforschung am DKRZ

Mit einem Festakt wurde am 5. Oktober der neue Supercomputer „Mistral“ am DKRZ von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, und dem Parlamentarischen Staatssekretär im BMBF, Stefan Müller, eingeweiht. Olaf Scholz erklärte selbstbewusst, dass „Hamburg längst zu den Klimaforschungshauptstädten“ zählt. Stefan Müller betonte, dass die Kombination aus Supercomputer, dem besonders großen Festplattensystem und einem der größten Klimadaten-Archive der Welt dazu beiträgt, Deutschlands Spitzenposition im Bereich der Klimaforschung zu sichern.
 
Bereits seit Juli 2015 arbeiten Klimaforscher mit der ersten Ausbaustufe von „Mistral“ der französischen Firma Atos/Bull. Im Endausbau im Sommer 2016 wächst seine Rechenleistung von derzeit 1,4 auf drei PetaFlop/s und seine Festplattenkapazität von derzeit 20 auf 50 Petabyte. Trotz zwanzigfacher Leistungssteigerung im Endausbau steigt der Energieverbrauch dank der Warmwasserkühlung im Vergleich zu seinem Vorgänger nicht an. An die Veranstaltung schloss sich ein Workshop an, bei dem die DKRZ-Nutzer ihre aktuellen Forschungsprojekte vorstellten und mit dem DKRZ-Team ihre Anforderungen in Bezug auf Infrastruktur und Dienste des DKRZ diskutierten.

Weitere Informationen finden Sie hier (Link).


4.2.  Stellungnahme der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft e.V. zum
Klimawandel

Im Vorfeld der 10. Deutschen Klimatagung in Hamburg, die vom 21.-24.9.2015 von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft e.V. (DMG) in Zusammenarbeit mit dem KlimaCampus Hamburg ausgerichtet wurde, haben fünf renommierte Klimawissenschaftler ihren neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel in einer Stellungnahme zusammengefasst. Darin heben sie hervor, dass der Erwärmungstrend ungebrochen und der menschliche Einfluss auf den Klimawandel immer deutlicher nachweisbar ist. Zu den Autoren gehören DKK-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Mojib Latif, Prof. Dr. Martin Claußen und Prof. Dr. Hans von Storch (alle DKK-Mitglieder).

Zur Stellungnahme (PDF).

(5) G7-Wissenschaftsminister beschließen gemeinsame Programme in der Gesundheits-, Energie- und Umweltforschung

Die G7-Wissenschaftsminister haben auf ihrer Tagung am 9. Oktober in Berlin beschlossen, die öffentliche Förderung von Forschung zu armutsbedingten Infektionskrankheiten, zum Schutz der Meere und zu sauberer Energie umfassend aufeinander abzustimmen und zu stärken. Weiterhin erreichten sie erstmals einen Konsens über die gegenseitige Öffnung von Forschungsinfrastrukturen von globaler Bedeutung auf der Basis hoher Qualitätsstandards.

Die Beratungen zum Thema saubere Energie verdeutlichten den dringenden Bedarf nach mehr Transparenz über die Forschungsanstrengungen und -ergebnisse der G7-Partner. Die Minister bestätigten, ihren Anteil zu der von den Energieministern verabschiedeten Initiative zur Transformation der Energiesysteme bis 2050 beizutragen.

"Wir sind heute in die Umsetzung der Gipfel-Beschlüsse von Elmau gegangen“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Die Energiewende in Deutschland ist ein großer Kraftakt. Wir brauchen schnell neue Technologien und gemeinsame Forschungsanstrengungen, um sie zu meistern. Gleichzeitig müssen wir auch auf G7 Ebene die Bürger und Bürgerinnen einbinden. Ohne die Unterstützung der Bürger wird die Transformation der Energiesysteme nicht gelingen".

Weitere Informationen:
BMBF-Website (Globale Probleme, Link)
BMBF-Website (Infektionskrankheiten & Vermüllung der Meere, Link)

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Beste Grüße

Marie-Luise Beck

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Geschäftsführerin
Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK)
im Wissenschaftsforum
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin

T: +49 30 76 77 18 69-0
F: +49 30 76 77 18 69-9
E-Mail: info(at)klima-konsortium.de
www.deutsches-klima-konsortium.de

Vorstand: Prof. Dr. Mojib Latif, Vorsitzender
Dr. Paul Becker | Prof. Dr. Gernot Klepper 
Prof. Dr. Jochem Marotzke | Prof. Dr. Monika Rhein

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