08/13

(1) Koalitionsverhandlungen – wer redet über Energie?

Nach der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe Energie teilten die beiden Vorsitzenden Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mit, dass sie im Falle einer Großen Koalition eine zügige Reform des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) anstrebten, um den Strompreisanstieg zu bremsen. Weitere Spitzenpolitiker, die in den nächsten Wochen das vielleicht kontroverseste Thema der kommenden Legislaturperiode beraten werden, sind die CDU-Politiker MdB Dr. Maria Flachsbarth, MdB Andrea Jung, MdB Ingbert Liebing, Umweltminister Frank Kupfer, NRW-Vorsitzender Armin Laschet sowie die CSU-Vertreter MdB Dr. Georg Nüßlein, MdB Josef Göppel, Bayr. Staatsminister Franz Josef Pschierer und schließlich für die SPD der hessische Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, der saarl. Wirtschaftsminister Heiko Maas, der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich, MdB Dr. Nina Scheer und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke.

(2) DKK-Strategie-Workshop

Am 13. und 14. November findet erstmalig ein DKK-Strategie-Workshop zum Thema „Klimaforschung 2025 – Langfristige Strategie und Vision“ statt. Die Mitgliedsinstitutionen sind fast vollzählig vertreten und ausgewählte Gäste haben ihr Kommen zugesagt. In drei Arbeitsgruppen wurden die Themen „Klima verstehen“, „Mit Klimarisiken umgehen“ und „Klimaforschung in der demokratischen Gesellschaft“ vorbereitet. Die Ergebnisse fließen in ein Positionspapier ein.

(3) DKK-Klimafrühstück - Pressegespräch

Zum 5. Mal lädt das DKK dieses Jahr Journalistinnen und Journalisten zu einem Hintergrundkreis ein, diesmal zum Thema „Climate Engineering – Lösung oder Irrtum?“ mit den Wissenschaftlern Prof. Dr. Thomas Leisner, KIT, und Prof. Dr. Gernot Klepper, IfW.

Die Reihe „DKK-Klimafrühstück“ wurde von dem DKK-Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und der Geschäftsführerin des DKK im April dieses Jahres ins Leben gerufen. Es werden in regelmäßigen Abständen aktuelle Themen aufgegriffen und Hintergründe aus Expertensicht geliefert. Im Durchschnitt nehmen 20 JournalistInnen das Angebot an. Die Veranstaltungen werden durch einen Film, der nur den Vortragsteil umfasst, und ein zweiseitiges Hintergrundpapier für Politik und Medien dokumentiert.

Folgende Filme sind auf der DKK-Website zu finden:

  • Luftqualität
  • Emissionshandel
  • Energiewende
  • Pre-Briefing IPCC AR 5, WGI

unter: http://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/veroeffentlichungen/multimedia/dkk-auf-youtube.html

Die Hintergrundpapiere

  • Luftqualität
  • Emissionshandel
  • Energiewende

befinden sich unter: http://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/veroeffentlichungen/publikationen/factsheet-dkk-hintergrund.html

(4) Pre-Briefing zur COP 19 wieder mit Auswärtigem Amt und Bundesumweltministerium

Am 24. Oktober luden das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Deutsche Klima-Konsortium zu dem Pre-Briefing zur COP 19 „Auf dem Weg zum Klimavertrag 2015 – Warschau und danach“ ein. Nach einer Einleitung von der Staatsministerin Cornelia Pieper erläuterten die Experten Prof. Dr. Jochem Marotzke, Prof. Dr. Peter Lemke und Dr. Silke Beck die neuen Erkenntnisse zum neuen IPCC-Bericht und ihre Bedeutung für die fortlaufenden Klimaverhandlungen. Zusätzlich erhielten ausgewählte Organisationen die Möglichkeit, ihre Rolle als potentielle Impulsgeber bei den Klimaverhandlungen zu präsentieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: DKK Pre-Briefing im Auswärtigen Amt

(5) Anthropozän – ein Symposium

Zu Ehren des 80. Geburtstags des Nobelpreisträgers Paul Crutzen laden das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, die Max-Planck-Gesellschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu einem internationalen Symposium in das Kurfürstliche Schloss Mainz ein. Die Festveranstaltung hat sich nichts Geringeres vorgenommen, als den Begriff, den der Atmosphärenchemiker einst prägte, zum Anlass einer interdisziplinären Erkundung zu nehmen: das Anthropozän. Die Frage, wie der Mensch als der neue geologische Faktor der Gegenwart, den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft einschlagen kann, steht im Mittelpunkt. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Datum & Ort: 2. Dezember 2013, 9 bis 18:30 Uhr, im Kurfürstlichen Schloss, Mainz.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mpic.de/en/press/the-anthropocene.html.

Further information can be found at http://www.mpic.de/en/press/the-anthropocene.html.

(6) Dritte Runde für WWF-Schülerakademie 2°Campus

Die Schülerakademie, 2°Campus, lädt auch in diesem Jahr wieder Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren ein, sich für die Teilnahme an dem Projekt zu bewerben. Zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern namhafter Forschungsinstitute können die erfolgreichen BewerberInnen im kommenden Jahr an konkreten Lösungsansätzen zu einer „Low-Carbon-Society“ forschen. Bewerbungsschluss ist der 03. Dezember 2013. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ausführliche Informationen unter www.2-grad-campus.de. Das Projekt des WWF und der Robert-Bosch-Stiftung soll im kommenden Jahr eine digitale Erweiterung erfahren.

(7) ICYESS: Nachwuchswissenschaftler vernetzen sich international – DKK unterstützt

Vom 22. bis zum 25. September 2013 fand in Hamburg erstmals „ICYESS: Interdisciplinary Conference of Young Earth System Scientists” statt. Die englischsprachige Konferenz zum Thema „Understanding and Interpreting Uncertainty“ wird ehrenamtlich von dem Postdoc Florian Rauser und den Doktoranden Andreas Schmidt, Sebastian Sonntag und Diana Süsser für Nachwuchswissenschaftler organisiert. Unterstützt wurde die Konferenz unter anderem durch das Deutsche Klima Konsortium. Der Aspekt der Unsicherheit zog sich wie ein roter Faden durch die Angebote: kurze „Oral Sessions“, „Poster Sessions“ und drei Vorlesungen von Eli Tziperman (Universität Harvard), Richard Tol (Universität Sussex) und Joyeeta Gupta (Universität Amsterdam). Ein weiterer Programmpunkt war die „Panel Discussion: Uncertainty at the science-policy interface: Why does it all go wrong?“ mit den Experten Inge Paulini (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung globale Umweltveränderungen WBGU), Hauke Schmidt (Max Planck Institut für Meteorologie), Michael Pregernig (Universität Freiburg, Institut für Forst- und Umweltpolitik) und Alexander Otto (Universität Oxford, Environmental Change Institute), in der über die Schwierigkeiten der Kommunikation von Unsicherheiten an Politik und Öffentlichkeit diskutiert wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter meetings.copernicus.org/icyess2013/.

(8) Friedrich-Ebert-Stiftung: neue Reiseliteratur für den Weg in die Nachhaltigkeit

Die Auszeichnung des „Umweltbuchs des Jahres“ und die Präsentation des diesjährigen Jahrbuchs Ökologie standen am 19. September 2013 auf der Agenda der Abendveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unter dem Titel „Mut zu Visionen“ beschäftigt sich das Jahrbuch Ökologie mit Fragen der Suffizienz, vorgestellt von Prof. Dr. Manfred Linz vom Wuppertal-Institut, und sozialen Innovationen, reflektiert von  Prof. Dr. Cordula Kropp von der Hochschule München unter dem Titel: „Homo Sociales – auf der Suche nach dem anderen Glück“. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die Auszeichnung „Umweltbuch des Jahres“ an gleich zwei Preisträger verliehen: „Lonesome George oder Das Verschwinden der Arten“ von Lothar Frenz und „Naturschutz in Deutschland“ von Michael Succow, Lebrecht Jeschke und Hans Dieter Knapp.

Weitere Informationen finden Sie unter: Umweltbuch des Jahres

(9) Förderinitiativen

Mehr Details der aufgeführten Förderinitiativen finden Sie in der DKK-Förderdatenbank

a) Förderung der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit mit Indien

Es werden insbesondere Projekte in folgenden thematischen Schwerpunkten berücksichtigt (Auszug):

  • Council of Scientific and Industrial Research (CSIR): Klima/Energie (außer Kernenergie); Gesundheit/Ernährung; Mobilität.
  • Department of Atomic Energy (DAE): Klima/Energie (außer Kernenergie); Gesundheit/Ernährung; Mobilität; zivile Sicherheitsforschung; Kommunikation.

b) Förderung von Aktivitäten im Rahmen des Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014

Für die Initiierung und den Ausbau von Kooperationen sowie die Steigerung der bilateralen Erfolge fördert das BMBF im Rahmen des Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, die in besonderer Weise zu oben genannten Zielen beitragen.

Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Globaler Wandel (z. B. Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Nahrung und Landwirtschaft, Umwelttechnologien, Klimawandel, Klimaschutz, Abwassermanagement).

c) Förderung der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit mit der Republik Korea

Das BMBF fördert die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit mit der Republik Korea. Dadurch sollen neue Gemeinschaftsprojekte zwischen exzellenten Forschern beider Länder initiiert, aber auch bereits bestehende Kooperationen ausgebaut werden. Die Förderung richtet sich nach den Bedarfsfeldern der "Hightech-Strategie 2020" der Bundesregierung: Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Projektskizzen können bis spätestens 15. November 2013 eingereicht werden.

d) Förderung der bilateralen Zusammenarbeit mit Thailand

Der Schwerpunkt der Maßnahme ist die projektbezogene Förderung von Mobilitätsmaßnahmen zur Anbahnung gemeinsamer Projekte und Initiativen. Priorität haben Anträge in folgenden Bereichen (Auszug): Demographischer Wandel/Umwelt & Biodiversität/Ernährung & Landwirtschaft. Darüber hinaus können auch Maßnahmen in anderen fachlichen Bereichen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützt werden.

 e) Förderung transnationaler Forschungsprojekte auf dem Gebiet "Climate Smart Agriculture" im Rahmen des FACCE-ERA-NET+

Das BMBF erwartet Projektanträge aus den Themenbereichen innovative Agrarsysteme zur Biomasseproduktion des 21. Jahrhunderts im Kontext des Klimawandels, weltweite Ernährungssicherung unter veränderlichen Klimabedingungen, Maßnahmen zur Sicherung der Biomasseproduktion als Grundlage für industrielle Verfahren in einer nachhaltigen Bioökonomie.

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