Stellungnahmen


22.12.2015

Stellungnahme des Deutschen Klima-Konsortiums zum globalen Temperaturrekord 2015

Nach dem globalen Temperaturrekord 2014 weisen nun alle Auswertungen darauf hin, dass das Jahr 2015 diesen Rekord noch übertreffen wird. Das zeigen die Berechnungen der US-amerikanischen Behörde NOAA und des britischen Met-Office. Damit wäre 2015 das wärmste Jahr seit 1880, dem Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen.

Mit dem im Frühjahr 2015 einsetzenden El Niño-Ereignis im tropischen Pazifik war schon sehr früh absehbar, dass dieses Jahr global ein sehr warmes Jahr werden wird. Insbesondere mit den hohen Rekordwerten für Oktober und November ist es sehr wahrscheinlich, dass das Jahr 2015 einen neuen Rekordwert erzielen wird. Außer Januar (2. Platz) und April (3. Platz) waren alle Monate in diesem Jahr die wärmsten Monate seit 1880.

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24.11.2015

Erklärung des Deutschen Klima-Konsortiums e.V. zur VN-Klimakonferenz in Paris

Chancen für eine Wende nutzen – Klimarisiken begrenzen – Dekarbonisierung beschleunigen

Führende deutsche Klimawissenschaftlerinnen und Klimawissenschaftler, die im Deutschen Klima-Konsortium (DKK) zusammengeschlossen sind, haben in Berlin eine gemeinsame Erklärung zur bevorstehenden UN-Klimakonferenz in Paris vorgestellt.

Die fünfseitige Erklärung befasst sich mit den Fakten des Klimawandels, der Klimapolitik und der notwendigen Dekarbonisierung der Weltwirtschaft. Sie ist unterzeichnet von Dr. Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst, Prof. Dr. Gernot Klepper vom Institut für Weltwirtschaft, Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Prof. Dr. Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, Prof. Dr. Monika Rhein vom IUP-MARUM, Universität Bremen, und Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

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18.12.2014

Stellungnahme des Deutschen Klima-Konsortiums zum Temperaturrekord 2014

Das Jahr 2014 schickt sich an, sowohl deutschlandweit als auch global eines der wärmsten, unter Umständen sogar das wärmste Jahr seit 1881, dem Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen, zu werden.

Obwohl es prinzipiell nicht möglich ist, anhand weniger Jahre Aussagen über den durch den Menschen verursachten (anthropogenen) Klimawandel abzuleiten, passt die Entwicklung der letzten Jahre sehr gut in das Bild eines langfristigen globalen Temperaturanstiegs, der kurzfristig auch von Erwärmungspausen unterbrochen werden kann. Auch in Deutschland ist es bezogen auf das Jahresmittel von 1881 bis 2013 um 1,2°C wärmer geworden, die natürlichen Schwankungen des Klimas überlagern jedoch diesen Temperaturanstieg.

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06.02.2012

Stellungnahme zum Buch "Die kalte Sonne"

Der Mensch hat das globale Klima bereits nachweislich geändert, und der fortgesetzte Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen wird die globale Erwärmung weiter verstärken. Diese Erkenntnisse beruhen auf einer großen Anzahl von unabhängigen wissenschaftlichen Studien, an denen Hunderte von Klimaforschern beteiligt waren. Rein natürliche Schwankungen ­- wie etwa Änderungen der Sonnenaktivität - können hingegen nicht hauptsächlich für die globale Erwärmung in den letzten Jahrzehnten verantwortlich sein, auch wenn das kürzlich erschienene Buch von Vahrenholt und Lüning dies behauptet. Für ihre Behauptung liefern die Autoren keinen wissenschaftlich belegten Nachweis. Somit hat folgende Aussage des 4. IPCC-Berichts aus dem Jahre 2007 weiterhin Bestand: „Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich (Wahrscheinlichkeit höher als 90%) durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgas­konzentrationen verursacht.“

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochem Marotzke, DKK-Vorstand, Tel. 040 - 41173 311


31.05.2010

Offener Brief des Nationalen Komitees für Global Change Forschung und des Deutschen Klima-Konsortiums hinsichtlich der Kritik an den IPCC Sachstandsberichten

Vollständiger Offener Brief zum Download (PDF)

Einleitung des Offenen Briefs

Die Arbeit des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) steht seit einigen Monaten in der Kritik der Öffentlichkeit, aber auch einiger Wissenschaftler. Auslöser für die Debatte über die Arbeitsprozesse und Inhalte des vierten IPCC Sachstandsberichts (Assessment Reports, AR4) war die Veröffentlichung von E?Mails, Dokumenten und Daten einzelner Forscher, die vom Server der Climate Research Unit der University of East Anglia (UK) entwendet wurden (in den Medien teils als „Climategate“ bezeichnet). In den folgenden Monaten verwiesen die Medien auf weitere Unstimmigkeiten, zum Beispiel hinsichtlich der im vierten IPCC Sachstandsbericht getroffenen Aussagen zu den Regenwäldern im Amazonasgebiet, der Gletscherschmelze im Himalaya oder der Überschwemmungsgebiete in den Niederlanden. Neben den formalen Unstimmigkeiten wurden aber auch von akademischer Seite Vorwürfe laut, der Bericht zeige den Stand des Wissens in unausgewogener Art und Weise. Als Konsequenz werden nun die IPCC Prozesse einer unabhängigen Begutachtung durch das „InterAcademy Panel on International Issues“ unterzogen, dessen Ergebnisse voraussichtlich im August 2010 vorliegen werden.

Trotz dieser Kritikpunkte, bleibt die Kernaussage des vierten Sachstandberichtes des IPCC bestehen: Der Klimawandel ist weitgehend von Menschen verursacht und wird sich in Zukunft verstärken.

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