Klima-Fakt 3 | Interne Schwankungen

Ursachen von Klimaänderungen - Interne Schwankungen

Interne Schwankungen © Fünfter Sachstandsbericht des IPCC

Das Klimasystem der Erde ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Elemente, von Atmosphäre, Biosphäre, Landmassen, Ozeanen und Eismassen. Die einzelnen Komponenten tauschen ständig Energie untereinander aus. Dadurch schwanken typische Zirkulationsmuster in der Atmosphäre und den Ozeanen, wie die Hadleyzirkulation, die Westwindgürtel und die Subpolarwirbel auf Zeitskalen von Tagen bis zu Jahrhunderten in ihrer Intensität.

Durch die Verstärkung des Treibhauseffektes durch die Menschen ist im gesamten Klimasystem der Erde zusätzliche Energie vorhanden. Nur rund ein Prozent dieser Überschuss-Energie verbleibt im Mittel in der Lufthülle der Erde, etwa 93 Prozent reichert sich in den Weltmeeren an (IPCC 2013, AR5, WG 1, Kapitel 3, Box 3.2). So kann durchaus die Temperatur der Atmosphäre stagnieren oder gar abnehmen (wie es immer mal wieder und auch über einige Jahre hinweg vorkommt), während gleichzeitig die Temperatur der Ozeane weiter ansteigt. Der Wärmeinhalt der Ozeane ist damit ein besserer Indikator für die Klimaerwärmung als die stärker und kurzfristiger schwankende Lufttemperatur.

Durch die internen Wechselwirkungen im Klimasystem entstehen im globalen Mittel in der Regel nur Schwankungen der Lufttemperatur von wenigen Zehntelgrad. Diese kurzfristigen Schwankungen wie auch natürliche äußere Klimaeinflüsse (siehe Punkt 4) überlagern den langfristigen Erwärmungstrend infolge des anthropogenen Ausstoßes von Treibhausgasen. Die Kurve der globalen Mitteltemperatur ist deshalb eine ansteigende Zickzack-Linie.

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