Berufsporträts

Dr. Freja Vamborg

Projektmanagerin der BMBF-Fördermaßnahme „Mittelfristige Klimaprognosen“

Ich arbeite als Projektmanagerin für die BMBF-Fördermaßnahme „Mittelfristige Klimaprognosen“, kurz MiKlip, am Max-Planck-Institut für Meteorologie. MiKlip besteht aus sehr vielen verschieden Projekten, verteilt über ganz Deutschland. Diese Projekte haben als gemeinsames Ziel, ein Vorhersagesystem für mittelfristige Klimaprognosen zu entwickeln. Jedes Projekt arbeitet an einem bestimmten Aufgabenbereich - von Datenassimilation über die Entwicklung von statistischen Verfahren für die Auswertung der Modellergebnisse bis zur Untersuchung der Vorhersagbarkeit im Ozean - die alle zum zentralen Vorhersagesystem beitragen sollen. Zu meinem Aufgabenbereich gehört eine Vielfalt von unterschiedlichen Dingen. Ich organisiere Treffen, kontrolliere, dass Berichte und andere Sachen pünktlich abgegeben werden und  unterstütze dabei dass die Informationsflüsse zwischen den Projekten gut funktionieren

Während meiner Doktorarbeit, die ich auch hier am MPI-M geschrieben habe, habe ich mich, mit Hilfe von globalen Klimamodellen, den Wechselwirkungen zwischen Land und Atmosphäre auseinandergesetzt. Der regionale Fokus lag auf dem westafrikanischen Monsungebiet und der Variabilität des dortigen Klimas, sowohl über Millennia als auch über kürzere Zeitskalen. Der Schwerpunkt meiner Doktorarbeit lag an der Darstellung des Albedos der Landoberfläche und wie unterschiedliche Albedoschema die simulierte Wechselwirkung zwischen Land und Atmosphäre beeinflussen. Ich habe während meiner Promotion festgestellt, dass meine Stärke vor allem darin liegt, mich mit vielen verschiedenen Fragestellungen gleichzeitig auseinanderzusetzen. Genau das erfordert meine jetzige Stelle als Projektmanagerin.

Ich bin in Schweden geboren und aufgewachsen. Mit 17 bin ich nach Frankreich gezogen. Es sollte eigentlich nur ein Austauschjahr sein, aber seitdem lebe ich im Ausland, wozu man als Wissenschaftler häufig bereit sein muss. Ich habe in Cambridge, England, einen Bachelor in Mathematik absolviert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich beschlossen, dass ich mich sehr gerne mit der Klimafrage auseinandersetzen möchte. Mein Weg zur Klimamodellierung war nicht ganz geradlinig, da ich mir bei jedem neuen Scheideweg die Frage gestellt habe, ob ich eher in eine wissenschaftliche oder politische Richtung gehen möchte.

Deswegen habe ich Praktika z.B. bei der Europäischen Kommission und bei einer NGO (Carbon Disclosure Project) absolviert.  Dort habe ich gesehen, dass ich doch gerne zuerst ein naturwissenschaftliches Verständnis für diese Frage entwickeln wollte. Dies hat dann dazu geführt, dass ich beim University of East Anglia (UEA)  in England ein Master in „Climate Change“ gemacht habe. Danach war ich kurz beim British Antarctic Survey, wo ich Krill- und Fischbestände modelliert habe. Und dann, im November 2007, bin ich am MPI-M in Hamburg gelandet, wo ich im Rahmen der Graduierten Schule International Max Planck Research School on Earth System Modelling (IMPRS-ESM) promoviert habe.

Wenn ich nicht vor dem Computer sitze, bin ich sehr gerne in der frischen Luft. Ich rudere viel und nehme auch an Regatten teil, am liebsten Sprintrennen mit meinem Achter.  Ich fahre auch gerne Rad solange es nicht zu steil wird (von daher ist es in Hamburg perfekt!).

Außerdem lese ich gerne und ich bin sehr sprachbegeistert. Wenn Zeit unendlich wäre, wäre ich gerne nicht nur Klimaforscherin, sondern auch Sprachwissenschaftlerin.

Kontakt
Telefon: 040 41173 310
Email: Freja.Vamborg[at]mpimet.mpg.de

Fotonachweise: Freja Vamborg (privat)

(Stand: 02.02.2012)

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