Klima-Studiengänge

Wirtschaftswissenschaften ...in der Klimaforschung

Was kostet der Klimawandel? *

So kurz die Frage auch ist, so schwierig ist sie zu beantworten. Eine eindeutige Summe zu nennen ist unmöglich, aber dass der Klimawandel Kosten verursacht, ist unumstritten. Diese zu erfassen und zu beziffern gehört zu den Kernaufgaben von Wirtschaftswissenschaftlern. Ein anderes wichtiges Feld ist es, ökonomische Rahmenbedingung für eine “Low-Carbon-Society“ zu identifizieren, also zum Beispiel die Frage zu beantworten: Welchen Preis müssen Treibhausgase bekommen, damit sich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auszahlen?

Wirtschaftswissenschaftler besitzen Kenntnisse und Fähigkeiten für leitende, planende, analysierende Tätigkeiten in national wie multinationalen Unternehmen oder Organisationen. Die ökonomische Beiträge der Wirtschaftswissenschaftler in den Bereichen Klimafolgen, Migration und technischer Fortschritt haben eine hohe gesellschaftpolitische Bedeutung. Im Zusammenhang mit der Klimaforschung und den Wirtschaftswissenschaften fällt oft auch der Begriff Klimaökonom.

Wirtschaftswissenschaftler in der Klimaforschung sind insbesondere dort gefragt, wo es wichtig ist, das Ausmaß und die Kosten des Klimawandels möglichst genau zu kennen. In erster Linie sind das Regierungen und die Versicherungswirtschaft. Für beide ist es wichtig, zukünftige Folgen und Gefährdungen abzuschätzen. Genauso wichtig ist es, den ökonomischen Kosten und Nutzen von Klimaschutzmaßnahmen (z. B. Emissionshandel) oder der Klimafolgen-Minderung (z.B. Deichbau) auszuweisen. Ein Wirtschaftswissenschaftler stellt auch Berechnungen darüber an, welche Chancen und Risiken mit der Nutzung fossiler und welche mit der Nutzung erneuerbarer Energien verbunden sind.

Volkswirte arbeiten überall dort, wo es darauf ankommt in Modellen zu denken, wirtschaftliche Zusammenhänge aufzuzeigen oder quantitative Analysemethoden anzuwenden. Oftmals arbeiten sie an der Schnittstelle von Forschung und Politik. Sie bereiten die Ergebnisse der Grundlagenforschung auf, entwickeln Maßnahmen für Handlungsalternativen und analysieren die ökonomische Entwicklung, um Entscheidungsgrundlagen für Auftraggeber wie z.B. die Bundesregierung zu liefern.

*75 bis 100 Milliarden Dollar pro Jahr, allein für die Entwicklungs- und Schwellenländer. Das ist das Ergebnis der Weltbank-Studie von 2009

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