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Was ist eigentlich der IPCC?

Der Weltklimarat IPCC und seine Berichte sind eine verlässliche und vielzitierte Quelle, wenn es um den Klimawandel geht. Sie dienen seit über 30 Jahren als Grundlage der nationalen und internationalen Klimapolitik. Wie der IPCC organisiert ist und die Berichte zustande kommen, erklärt das DKK kurz und verständlich.

Uebersicht Arbeitsweise IPCC © Deutsches Klima-Konsortium, klimafakten.de, Climate Change Centre Austria und MeteoSchweiz

Die Abkürzung IPCC steht für Intergovernmental Panel on Climate Change und wird im Deutschen auch Weltklimarat genannt. Der IPCC ist eine Institution der Vereinigten Nationen und sowohl ein wissenschaftliches Gremium als auch ein zwischenstaatlicher Ausschuss von Regierungen. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 fasst der IPCC etwa alle sieben Jahre in seinen Sachstandsberichten den wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Klimawandel für politische Entscheidungsträger zusammen, ohne dabei spezielle Handlungsempfehlungen für die Politik auszusprechen. Die Berichte sind eine verlässliche und vielzitierte Quelle, wenn es um den Klimawandel geht.

Es gibt drei Arbeitsgruppen, die an den IPCC-Berichten mitwirken: Arbeitsgruppe I (WGI) fasst den Forschungsstand der naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels zusammen. Arbeitsgruppe II (WGII) fasst zusammen, wie verwundbar die menschliche Gesellschaft und die natürlichen Ökosysteme durch den Klimawandel sind, und welche Anpassungsmöglichkeiten es gibt. Arbeitsgruppe III (WGIII) widmet sich politischen, wirtschaftlichen und technologischen Möglichkeiten, den Klimawandel zu bremsen. Die IPCC-Berichte und die Zusammenfassungen haben in der internationalen Politik einen hohen Stellenwert und sind wichtig für die Weltklimakonferenzen (Conferences of the Parties, kurz COP).


Wichtig zu wissen

  • Der Weltklimarat verfolgt keine spezielle Klimapolitik. Der IPCC bietet mit seinen Berichten die Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen der Politik, ohne politische Handlungsempfehlungen zu geben.
  • Der Weltklimarat betreibt keine eigene Forschung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in seinem Auftrag an den neuen Berichten arbeiten, sammeln und bewerten dafür die neuen Erkenntnisse aus anerkannten Publikationen.   
  • Die Regierungsvertreterinnen und -vertreter haben keinen Einfluss auf die wissenschaftlichen Sachstandsberichte. Sie diskutieren und verabschieden im letzten Schritt der Berichtserstellung lediglich die Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger (SPM – Summary for Policymakers) mit den Forschenden. Satz für Satz werden die SPMs in mehrtägigen Sitzungen durchgearbeitet und verabschiedet. Regierungen können bei diesen Sitzungen Formulierungen vorschlagen, es dürfen jedoch nur Informationen aus den zugrundeliegenden Berichten genutzt werden. Das letzte Wort haben stets die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Können sich Politik und Wissenschaft einmal nicht einigen, wird die Aussage in der Zusammenfassung weggelassen – sie findet sich aber nach wie vor im Sachstandsbericht.

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