Klima-Fakt 10 | Meeresspiegel Global

Der Meeresspiegel steigt - und zwar immer schneller

Meeresspiegel Global © NASA Goddard Space Flight Center

Laut IPCC sind die Meeresspiegel zwischen 1902 und 2015 im weltweiten Durchschnitt bereits um rund 16 Zentimeter gestiegen, allein seit Beginn globaler Messungen per Satellit 1993 um etwa zehn Zentimeter (NASA Sea Level). Seit 2006 beträgt die Anstiegsrate jährlich rund 3,6 Millimeter (also rund 3,6 Zentimeter pro Jahrzehnt), mehr als doppelt so viel wie zuvor. Ursache dieser Beschleunigung ist die immer stärkere Schmelze der Eispanzer in Grönland und der Antarktis (IPCC 2018, SROCC, SPM, A.3.1 und A.3.2).

Allerdings steigen die Pegel an den Küsten der Welt nicht überall gleich stark, es gibt regionale Abweichungen von bis zu plus oder minus 30 Prozent (IPCC 2018, SROCC, SPM, A.3.4 und Kapitel 4.2.2.3). Ursache für die Unterschiede sind zum Beispiel Landmassen unter Deltas oder Städten, die stark absinken, ausgelöst durch menschliches Handeln wie zum Beispiel durch das Abpumpen von Grundwasser, die Öl- und Fasförderung oder durch Sedimentverschiebungen. Etwa 58 Prozent der Weltwüstenbevölkerung, die an oder auf absinkenden Deltas lebt, ist davon betroffen. Dort stieg der Meeresspiegel in den vergangenen Jahren durchschnittlich sogar 7,8 mm bis 9,9 mm pro Jahr (Nicholls et al., 2021).

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