Klima-Fakt 12 | Wetterextreme

Wetterextreme nehmen zu

Bestimmte Typen von Extremwetter-Ereignissen haben weltweit deutlich zugenommen. Die bereits beobachtete Erwärmung hat in den meisten Gebieten an Land bereits zu einer erhöhten Häufigkeit, Intensität und Dauer von Hitzewellen geführt. In manchen Gegenden sind auch Dürren häufiger und heftiger geworden, etwa im Mittelmeerraum, in Westasien, vielen Teilen Südamerikas sowie einem Großteil Afrikas und Nordostasiens. Zudem wurden lokale Starkniederschläge weltweit noch intensiver (IPCC 2019, SRCCL, SPM, A2.2). In Nordwest-Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten das Risiko von Flusshochwassern zugenommen (Blöschl et al. 2019). Bei tropischen Wirbelstürmen stieg zwar nicht die Gesamtzahl, wohl aber sind die stärksten von ihnen häufiger geworden: Der Anteil der von Satelliten bestimmten Hurrikane der stärksten Kategorien 3, 4 und 5 an allen Hurrikanen stieg von 1979 bis 2017 um ein Viertel, von 32 Prozent auf 40 Prozent (Kossin et al. 2020IPCC 2019, SROCC, Kap. 6).

Der Temperaturanstieg, veränderte Niederschlagsmuster und die Zunahme mancher Wetterextreme beeinträchtigen bereits die Sicherheit der Lebensmittelversorgung: In vielen äquatornahen Regionen sind die Erträge etwa von Mais und Weizen gesunken (in Regionen höherer Breiten dagegen gab es bessere Ernten). In Afrika schadet der Klimawandel bereits der Viehzucht. Vielerorts bekommt die Landwirtschaft größere Probleme durch Schädlingsbefall von Pflanzen (IPCC 2019, SRCCL, SPM, A2.8).

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