Klima-Argument 1 | Konsens

In der Fachwelt besteht Konsens darüber, dass der Mensch die Haupt-Ursache des gegenwärtigen Klimawandels ist.

Über Grundfragen des Klimawandels und seine Verursachung durch den Menschen herrscht in der Fachwelt Einigkeit. Die Übereinstimmung von Forschungsergebnissen wird in der Wissenschaft auch „Konsens” genannt; etliche Studien haben nachgewiesen, dass ein solcher zu Grundfragen des menschengemachten Klimawandels tatsächlich besteht – siehe zum Beispiel Cook, Oreskes et al. (2016). Zwar gibt es einen wissenschaftlichen Diskurs über Einzelprozesse im Klimasystem, aber das ist der normale Gang der Forschung, der am Gesamtergebnis nichts ändert. Ebenso ändert es nichts an der Notwendigkeit schneller Emissionsminderungen, wenn es zu Teilfragen und Details des menschengemachten Klimawandels weiteren Forschungsbedarf gibt.

Studien zeigen auch: Je höher die Expertise einer Person, desto größer ihre Zustimmung zum Konsens. Oder umgekehrt: Je weniger eine Person von der Klimaforschung versteht, desto eher zweifelt sie Grunderkenntnisse an. Siehe dazu auch das “Handbuch zum Klimakonsens” oder diesen Faktencheck zum Thema. Er macht schnell deutlich, dass der menschenverursachte Klimawandel von einer überwältigend großen Mehrheit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht in Zweifel gezogen wird.

Der tatsächliche Stand der Wissenschaft (inklusive offener Forschungsfragen) wird in den regelmäßigen IPCC-Reports umfassend dargelegt und bewertet. Übersetzungen finden sich auf der Website der deutschen IPCC-Koordinierungsstelle. Auch das Deutsche Klima-Konsortium, in dem die wichtigsten Institutionen der deutschen Klimaforschung zusammengeschlossen sind, bietet zahlreiche wissenschaftlich geprüfte Informationen zum Thema. Und vor einigen Jahren bereits hat die britische Royal Society in dieser Handreichung (auf Englisch) zusammengefasst, welche Fragen zum Klimawandel verlässlich geklärt sind und wo noch Forschungsbedarf besteht.

In der Wissenschaft ist es bewährte Praxis, inhaltliche Debatten über begutachtete Beiträge (“peer-review”) in Fachzeitschriften zu führen. Auch Erkenntnisse der Klimaforschung werden so immer wieder überprüft und (mit validen Argumenten) herausgefordert. Zusammen mit den Fachtagungen ist das die Arena, in der sich Wissenschaftler weltweit austauschen und Befunde härten, verwerfen oder weiterentwickeln. Dieses System ist – wie alle menschlichen Systeme – nicht perfekt, aber es verfügt über einen Mechanismus, der Fehler früher oder später zutage fördert: Neugier, Erkenntnisdrang und Wettbewerb. Wer Erkenntnisse für falsch hält, muss sich in den aktuellen Wissensstand einarbeiten, für die behauptete Lücke oder den Widerspruch Belege liefern und damit in diese Wissenschafts-Arena einsteigen. Einfach zu meinen oder zu behaupten, ein Befund sei falsch, genügt nicht. Wissenschaft basiert auf Fakten und nachvollziehbaren Belegen, nicht auf Meinungen oder Glauben.

Die Erkenntnis über den menschgemachten Klimawandel wurde während mindestens 30 Jahren intensiver Forschung immer wieder getestet und herausgefordert, aber nicht widerlegt, und damit Stück für Stück erhärtet. Der menschgemachte Klimawandel ist deshalb Fakt, oder wie es der IPCC Sachstandsbericht von 2013 ausdrückt: „Human influence on the climate system is clear. This is evident from the increasing greenhouse gas concentrations in the atmosphere, positive radiative forcing, observed warming, and understanding of the climate system.” (IPCC, 2013: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, p. 15)

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Vier Organisationen der Klimaforschung haben diese Faktensammlung gemeinsam erstellt, um wissenschaftlich fundierte und einfach verständliche Informationen zu aktuellen Klimawandel-Debatten zu bieten.

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